Die Firmengeschichte von Fontis

Die Firmengeschichte von Fontis
Die Anfänge des Brunnen Verlags Basel liegen weit vor seiner Gründung: Im Jahr 1861 kurbelten einige junge Handwerker auf St. Chrischona (bei Basel) zum ersten Mal die Druckwalzen an. Auf dem Basler Hausberg stellten sie Kopien von Bibelauszügen und christlichen Texten her. Zunächst verteilten sie die Schriften in Deutschland, der Schweiz und anderen europäischen Ländern, später in der ganzen Welt. Von diesem Schritt hatte Christian Friedrich Spittler (1782-1867) bereits 1840, bei seiner Gründung der Pilgermissionsschule St. Chrischona, geträumt. Spittlers Ziel: Handwerker sollten dort zu Missionaren ausgebildet werden, die durchs Land zogen, „um den erloschenen Glauben an Jesus Christus wieder unter dem Volk zu wecken.“ Schriften leisteten in seinen Augen einen wichtigen Beitrag zu dieser Mission. Einige Jahrzehnte später fing einer der Pilgermissionare ein solches Feuer für die Arbeit mit Büchern, dass er Verleger wurde.

Verlagsgründungen in Gießen und Basel

Seine „theologische Reisebuchhandlung“ war Friedrich Herrmann zu klein geworden. Also beschloss der Missionar im Jahr 1908 bodenständig zu werden und einen richtigen Buchladen zu eröffnen. Im 400 Kilometer nördlich von Basel gelegenen Gießen eröffnete er die „Buchhandlung Pilgermission“. Kurz darauf trat er zum ersten Mal als Verleger auf: Er veröffentlichte eine Biographie des Pilgermission-Direktors Carl Heinrich Rappard – weitere Buchprojekte folgten. Am 1. September 1919 führte Herrmanns Arbeit zur Gründung des Brunnen Verlags Gießen. Nur zwei Jahre später folgte der Ableger in Basel, inklusive der ersten Buchhandlung der Pilgermission St. Chrischona in der Schweiz. Beide Verlagshäuser spezialisierten sich früh auf Biographien und Bibeldrucke.

Vom Zweiten Weltkrieg ins Online-Zeitalter

Die Gründung des Brunnen Verlags Basel erwies sich besonders in Zeiten des Nazi-Terrors als Glücksfall. 1943 verboten die Nationalsozialisten die Verlagsarbeit in Gießen, weil sie nicht regimetreu war. Zahlreiche der früher in Deutschland erschienenen Werke wurden daraufhin in der Schweiz neu herausgegeben. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Brunnen Verlag Basel verschiedene Wachstumsphasen. Es folgten Umzüge in größere Gebäude und die Gründung mehrerer Buchhandlungen in der Schweiz. Durch die Übernahme der Ladenkette „Bibelpanorama“ im Jahr 1998 baute der Verlag seinen Einfluss auf dem Buchmarkt weiter aus. Mittlerweile umfasst das Schweizer Filialnetz 13 Buchhandlungen. Seit 2004 können Kunden auch bequem über den Online-Shop www.bibelpanorama.ch Bücher und andere Medien bestellen.

Wichtiges Verlagsprojekt: „Hoffnung für alle“

Aus der Pionierarbeit einzelner Pilgermissionare ist in knapp 100 Jahren ein stattliches Unternehmen herangewachsen. Heute hat der Brunnen Verlag Basel rund 80 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz liegt bei etwa 16 Millionen Franken. Längst umfasst das Angebot mehr als Bibeln und Biographien. Lebensratgeber, Romane und Kalender gehören genauso zum Sortiment, wie CDs und DVDs. Eines der wichtigsten Verlagsprojekte in neuerer Zeit war die Veröffentlichung der Bibelübersetzung „Hoffnung für alle“. Dank ihrer modernen und leicht verständlichen Sprache entwickelte sie sich schnell zu einem Bestseller. Bis heute verkaufte der Verlag über 1,3 Millionen der „Hoffnung für alle“. Damit gehört sie zu den beliebtesten modernen Bibeln unserer Zeit.

Neuausrichtung als Fontis – Brunnen Basel

Seit Juni 2014 fungiert der Verlag unter dem Label Fontis – Brunnen Basel. Bei der Wahl des neuen Namens setzte der Verlag auf seine eigene Geschichte: Fontis (angelehnt an das lateinische Wort für „Quelle“) speist den Brunnen, und als Fontäne kennt man den Brunnen in Hochform. Mit dem Namenswechsel möchte der Verlag vor allem in neuer Form und mit neuem Design jüngere Generationen erreichen.
Hier finden sie die Presseerklärung zum Namenswechsel.