Thomas Christian Kotulla – Was soll ich hier?

3.83 von 5 basierend auf 6 Kundenbewertungen
(6 Kundenbewertungen)

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Eine Begründung der Welt

Produktbeschreibung

Kotullas neues Werk «Was soll ich hier?» handelt von der Suche nach Glück, Erfüllung und Bestimmung; von der Sehnsucht nach Sinn, Selbstwert und Identität. Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Hat unser Leben einen Sinn? Gibt es eine Bestimmung für unser Leben? Nach welchen Werten sollen wir streben? Ist unser Gewissen anerzogen oder angeboren? Sind wir von Grund auf gut oder schlecht? Haben wir einen freien Willen? Sind wir verantwortlich für unser Handeln? Was ist Liebe? Gibt es ein Patentrezept zum Glücklichsein? Wird es eines Tages Gerechtigkeit geben? Gibt es einen Gott? Haben wir eine Seele? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Bei seiner Suche nach Antworten befasst sich der Autor mit philosophischen, psychologischen und theologischen Erklärungen. Und gelangt zu Entdeckungen, die dazu herausfordern, das eigene Welt- und Menschenbild zu überdenken. Ein Buch über die großen Fragen des Lebens – mit viel Tiefe, Empathie und überraschenden Antworten.

6 Kundenbewertungen für Thomas Christian Kotulla – Was soll ich hier?

  1. 3 von 5

    :

    Vorab möchte ich mich bei Thomas Christian Kotulla und dem Fontis Verlag für das Leseexemplar bedanken.

    Wissenschaft oder Glaube? Gott oder Wissenschaftler? Evolutionstheorie oder die Bibel?

    Fragen über Fragen die bis heute niemand beantworten kann. Auch das Buch kann einen nur die Möglichkeiten der Antworten hervorbringen und keine konkreten Antworten liefern. Wie auch? Denn nicht alles ist wirklich zu 100% geklärt in unserer Welt und dies wird sich in nächster Zeit auch nicht ändern.

    Kurz zu mir, ich bin nicht gläubig, glaube also nicht an Gott oder Götter. Gerade die Mythen über die griechischen Götter finde ich sehr spannend, aber ich empfinde sie ehr als Erzählungen oder Märchen. Ich hielt den Glaube an die Evolutionstheorie als nicht besonderlich unnormal , das allerdings dahinter noch viel mehr steckt war mir nicht klar.

    Die Schreibweise des Buches war für mich äußerst schwer und anstrengend, da man den wissenschaftlichen Beschreibungen nur durch mehrmaliges lesen deuten konnte. Dies ist nicht als Kritik an den Autor gemeint. Ein Buch mit dieser Spannweite gehört einfach nicht zu meinem normalen Lesestoff.

    Was das Buch auf jeden Fall schaffte, war mich zum nachdenken anzuregen. Ich beschäftige mich nicht mit Physik oder Biologie und habe auch mit Religion und Glaube wenig am Hut. Und trotzdem kamen während ich las eine Frage nach der anderen in meinen Kopf, auf die ich so plötzlich einfach keine Antwort hatte und die ich mir vorher nie gestellt habe. Z.B. was wir sind, diese Frage ist irgendwie hängen geblieben. Beantworten werde ich sie nie können.

    Was mich jedoch sehr störte waren die vielen Sätze in denen es hieß“ wenn Gott…“. Man möchte sich nicht auf eine Religion oder Denkweise spezifizieren, hat aber trotzdem das Gefühl immer wieder ins Christentum gebracht zu werden. Auch die Tatsache das eine Frage an die nächste gereiht wurde, fand ich später sehr nervig. Denn die Antworten auf jene waren unzureichend.

    Wer Interesse an der Frage hat, welche Wahrheit die Richtige ist und wie ich sie für mich finden kann, der ist hier richtig. Für mich waren die Beschreibung aber leider zu schwierig und zu unverständlich.

  2. 5 von 5

    :

    Anregung, die Welt und auch den eigenen Glauben in einem neuen Licht zu sehen

    Cover:
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    Das Weiße des Covers ist etwas hervorgehoben, auch der eine Mensch, der aus der Masse hervorsticht – das ICH innerhalb der restlichen Männlein, angeordnet zu einer (Welt)Kugel.
    Das Neon-Orange des Covers fällt sofort auf. Im Laden wäre mir das Buch direkt aufgefallen: die Farbe, der Titel, die Grafik, es wirkt fast so auf mich, als würde das Buch mich anschreien: nimm mich mit, lies mich, ja DU bist gemeint! Alle ist perfekt aufeinander abgestimmt.

    Inhalt:
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    Herr Kotulla ist von Hause aus Wirtschaftswissenschaftler, interessierte sich aber schon früh für psychologische, philosophische und religiöse Fragestellungen. Eine schwere Krankheit gab den Anstoß, sich mit den großen Sinnfragen zu beschäftigen. Dazu gehören u. a. :“Wie entstand die Welt“, „Woher kommen wir Menschen und warum?“, „Sind wir Menschen von Grund auf gut oder böse oder beides und warum?“ bis hin zu „Was soll ich hier, was ist der Sinn meines Lebens?“ und „Wie kann ich Glück finden?“ Schritt für Schritt aufeinander aufbauend, nähert sich der Autor den Antworten auf diese Fragen in 10 Kapiteln.

    Mein Eindruck:
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    Ich habe mich schon länger mit „Glücksliteratur“ und dem Thema Sinnfindung beschäftigt. Durch das auffällige Cover und vor allem den Untertitel „Eine Begründung der Welt“ wurde ich fast provoziert, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Ich war neugierig, ob der Autor mir hier was Neues bietet und ich am Ende tatsächlich eine Begründung der Welt parat habe.
    Positiv überrascht war ich über den strikten logischen Aufbau des Buches. Der Autor beginnt mit grundsätzlichen Fragen, wie die Welt und die Menschen entstanden sein könnten. Dabei behandelt er sowohl wissenschaftliche als auch religiöse Theorien und nähert sich durch logische Gedankenketten nach und nach dem Thema an. Im zweiten Teil widmet er sich dann der Sinnfrage.

    Besonders gut gefiel mir der Schreibstil: Obwohl dies eine wissenschaftliche Abhandlung des Themas ist (mit vielen Fußnotenangaben), konnte auch ich als Laie den Ausführungen gut folgen und sie verstehen. Der Stil war flüssig und die gewählten Beispiele so anschaulich, dass es Spaß machte, weiterzulesen. Die Kapitel sind von der Länge bzw. Kürze her genau richtig für ein Thema und am Ende ist die Überleitung zum nächsten Kapitel so gut gelungen, dass man am liebsten immer weiter lesen möchte. Zudem verzettelt der Autor sich nicht, sondern kommt immer wieder auf die Ausgangsfrage zurück und durch zwischenzeitliches Wiederholen der zuvor behandelten Erkenntnisse ist stets ein roter Faden im Buch erkennbar.
    Anfangs bin ich langsam vorangekommen, da das Verständnis der Grundlagen erst mal bei mir einsetzen musste. Doch nach den ersten 3 Kapiteln war ich gut eingelesen und der Rest des Buches ist im Fluge vergangen.

    Je mehr Kapitel ich gelesen hatte, desto mehr fiel mir auf, dass letztendlich das Christentum doch einen starken Fokus hat. Der Autor versteht es, den Leser logisch dorthin zu leiten. Auch wenn er viele Gedanken und Fragen aufwirft und im Konjunktiv formuliert, merkt man die starke christliche Orientierung des Autors. So wundert es nicht, dass die Schlussfolgerung der Weltbegründung ebenfalls in diese Richtung läuft.
    Ich fand die Gedankenspiele, aufgeworfenen Fragen und deren Antworten faszinierend. Mich hat es inspiriert, meinen Glauben in einem anderen Licht zu sehen bzw. von bestimmten Glaubensaspekten noch überzeugter gemacht. Das Buch ist somit eine gute Inspiration für gläubige Christen und gleichzeitig eine generelle Anregung, sich mit den philosophischen und religiösen Sinnfragestellungen auseinanderzusetzen.

    Fazit:
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    Inspirierende Gedanken zur Entstehung der Welt und dem Sinn des Lebens – klare Leseempfehlung!

  3. 1 von 5

    :

    (K)eine Begründung der Welt

    Dies ist ein Buch, welches verspricht, sich mit den drängendsten Fragen der Menschheit zu befassen. Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Wie können wir glauben, trotz all dem Leid in der Welt? Solche und viele ähnliche Fragen beschäftigen den Autor Thomas Kotulla.

    Doch welche Antworten findet er? Um es kurz zu sagen: Keine einzige! Das ist im Prinzip nicht schlimm. Immerhin handelt es sich um Fragen, welche in der Geschichte der Philosophie ausgiebig behandelt wurden und immer noch Anlass zu vielen Diskussionen bieten. Aber was mich wirklich gestört hat, war, dass er die ganze Zeit so tut, als würde er gerade Antworten auf diese Fragen geben. Dabei kratzt er stets nur an der Oberfläche aller Themen, was auch nicht weiter verwunderlich ist, da er mit einer Mordsgeschwindigkeit durch das Buch hetzt. Auch der Stil ist sehr gewöhnungsbedürftig: Dachte ich am Anfang noch, dass die ständigen Fragen die Einführung in das Buch erleichtern sollen, war ich spätestens im zweiten Kapitel verblüfft, dass es immer so weiterging. Dabei wird stets das vorher schon Gesagte nochmal zusammengefasst. Der größte Teil der Fragen ist somit überflüssig, zudem stören sie den Lesefluss enorm. Überhaupt verwendet der Autor nicht nur bei seinen Fragen, sondern auch sonst immer wieder exakt die gleichen Formulierungen. Dies kann als Mittel dienen, um den Inhalt umso einprägsamer zu machen, hier jedoch war es offensichtlich nicht dazu gedacht.
    Oft sorgt auch der unsaubere Umgang mit den Begrifflichkeiten für Verwirrung, woraus Fragen resultieren, die in keinster Weise zielführend sind, und Schlussfolgerungen, die nach allen Prinzipien der Logik einfach nicht stimmen. Das bedeutet, er greift oft viel zu kurz.

    Soviel erstmal zu den formalen Schwierigkeiten dieses Buches. Wenn jedoch tatsächlich verblüffende neue Erkenntnisse gewonnen würden, wie der Klappentext es verspricht, könnte ich vielleicht über das eine oder andere hinwegsehen. Doch auch dies ist nicht der Fall. Zwischenzeitlich gab es Passagen, bei denen ich beeindruckt war, wie geschickt er sich von Frage zu Frage manövrierte. Dabei war das Schema im Prinzip immer das gleiche: Es wird eine Frage gestellt, und im Anschluss werden die verschiedenen Möglichkeiten, die es gibt, kurz erläutert und begründet, warum sie ins Gesamtbild passen oder nicht. Das funktionierte nur leider nicht immer so gut. Manchmal wurde ein Aspekt einfach außen vor gelassen, aber dann konnte natürlich auch das Gesamtkonstrukt nicht mehr funktionieren.
    Insgesamt werden in dem Buch sehr viele pauschale Aussagen getroffen, was mich doch ziemlich enttäuscht hat. Es gibt kein einheitliches christliches Gottesbild, und auch die Formulierung „Christen glauben, dass…“, welche wirklich häufig genau so verwendet wurde, finde ich problematisch. Es handelt sich hierbei um eine unnötige Pauschalisierung – ganz abgesehen davon, dass dies irgendwann ziemlich nervig wird.
    Leider bestand der zweite Teil des Buches auch fast nur noch aus Bibelstellen, welche aneinandergereiht wurden. Diese stehen in keinem Verhältnis zum Inhalt, welcher damit belegt werden soll.

    Ich bin mir nicht sicher, an welche Zielgruppe dieses Buch gerichtet ist, denn ich würde es weder philosophisch interessierten Menschen empfehlen noch solchen, die sich auf einer spirituellen oder religiösen Suche befinden. Dadurch, dass er die Leser immer wieder auf einen späteren Teil des Buches vertröstet („Dazu kommen wir noch.“), wartete ich die ganze Zeit auf den Clou – aber er kam nicht. Das Gesamtpaket stimmt hier überhaupt nicht, ich kann als Leser dem Buch weder methodisch noch inhaltlich viel abgewinnen.

  4. 4 von 5

    :

    „Das Leben könnte so schön sein – wenn wir es uns nicht selbst so schwer machen würden. Das gilt vor allem für das menschengemachte Leid. Es ist schon paradox: Wir sehnen uns nach Liebe, sind aber nicht in der Lage, dauerhaft liebevolle Beziehungen zu führen. Wir fordern für uns Gerechtigkeit, sind aber selbst oft unfair und ungerecht. In den besten Familien, in den besten Freundschaften kommt es zu Streitigkeiten und Konflikten, zu Kränkungen und Verletzungen – sogar zu Zerwürfnissen. Grund sind oft menschliche Egoismen und Eitelkeiten.“

    Der promovierte Autor Thomas Christian Kotulla hat sich in seinem Buch „Was soll ich hier? – Eine Begründung der Welt“ seinen großen Leidenschaften Philosophie, Psychologie und Theologie gewidmet, die auch die Grundlage für dieses Buch bilden. Immer im Blick oder in Abgrenzung zu den Naturwissenschaften stellt er sich den grundlegenden (und nicht neuen) Lebensfragen. Jedoch aus einer, für mich oft, neuen bzw. anderen, erweiterten Perspektive und mit einer eher wissenschaftlichen und doch philosophischen und theologischen Herangehensweise.

    Zu Beginn haben mich die Zitiernoten mit den entsprechenden Anmerkungen am Ende des Buchs etwas verwirrt und haben mich im Lesefluss gestört. Ich habe mich dann dazu entschieden, die Anmerkungen immer erst am Ende der jeweiligen Kapitel zu lesen, oder nur dann sofort nachzuschlagen, wenn es für mich wirklich zwingend war. Damit habe ich dann besser ins Buch gefunden. Da das Buch wirklich interessante Fragestellungen aufwirft, war ich am Ende des Buches dann sogar sehr froh, über die entsprechenden Anmerkungen, weil man so gezielt weiterführende Literatur findet und nicht selbst nachforschen muss. Denn das ist bei der Vielzahl der Bücher zu diesem Thema wirklich kein leichtes Unterfangen.

    Das Buch ist in zwei Teile geteilt, wobei ich mich mit dem ersten etwas schwer getan habe; was wahrscheinlich daran liegt, dass ich mit dem Schreibstil und der doch recht wissenschaftlichen Herangehensweise zu Beginn meine Probeme hatte. Dafür hat mir der zweite Teil dann aber umso besser gefallen und hat meine Erwartungen an das Buch erfüllt.
    Am Anfang habe ich auch viele Dinge hinterfragt und hatte das Gefühl, in eine bestimmte Richtung gelenkt zu werden. Später habe ich meine Perspektive aber geändert und habe versucht den Autor wertfrei auf seiner persönlichen gedanklichen Reise zu begleiten. 

    „Was soll ich hier?“ wurde als Taschenbuch 2016 im Fontis-Verlag veröffentlicht. Das „schlichte“ Cover erregt zuerst durch seine starke Farbwahl die Aufmerksamkeit potentieller Leser. Ob es das Buch wirklich braucht, sei dahingestellt. Durch das Neonorange, den Klappeinband und die haptischen Besonderheiten (Erhebungen, die samtige Beschichtung und die glänzende Bedruckung) wird es auf jeden Fall zum Hingucker.
    Die Abbildung selbst zeigt viele kleine Personen, die als Kreis (sicher als Symbol für die Welt) angeordnet sind. Eine Person sticht in der Größe und seiner Farbe hervor. Das hat mich sofort angesprochen. Denn auch der Titel spricht den Leser persönlich an. Ich habe mich auf jeden Fall mit der Person und mit dem Titel identifizieren können.

    Wohin gehen wir? Haben wir einen Grund optimistisch zu sein? Gibt es Hoffnung, auf ein Paradies, und/oder auf eine Welt voller Frieden und Gerechtigkeit, voller Liebe und Harmonie?
    Ich glaube daran. Und auch, wenn man manchmal zweifelt und denkt, dass man als kleines Licht nichts ausrichten kann, ist es immer ein erster Schritt in die richtige Richtung.
    Ich werde das Buch sicher noch öfter zur Hand nehmen und nachlesen. Ich bin mir sicher, dass es in ein paar Wochen (vielleicht auch Monaten / Jahren) wieder ganz anders auf mich wirken kann. Und vielleicht entdecke ich dann auch noch Dinge, die ich beim ersten Lesen überlesen oder nicht verstanden habe.

    Fazit:
    Dieses Sachbuch ist anspruchsvoll und es am Stück zu lesen ist schwierig. Man sollte Zeit und Geduld mitbringen und offen sein für die Sichtweise des Autors. Dann ist das Buch eine wirkliche Bereicherung. Etwas schade fand ich, dass ich erst im zweiten Teil so richtig ins Buch gefunden habe. 

  5. 5 von 5

    :

    „…Wir können an einen Gott glauben oder nicht. Auf die Frage, ob es ihn gibt oder nicht, hat das keinen Einfluss…“

    In zwei Teilen, die sich jeweils in fünf Kapitel untergliedern, wendet sich der Autor den grundlegenden Fragen der Menschheit zu. Schon im Prolog formuliert er diese: Wer sind wir Menschen? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

    Im ersten Teil debattiert der Autor über das Menschenbild. Er analysiert daraufhin den Naturalismus, den Supernaturalismus und den Agnostizismus. Zufall und Gesetzmäßigkeit, Kausalität und Korrelation werden dabei von ihm ins Blickfeld gerückt. Anschließend sucht er nach Antworten auf die Frage, wie die Ordnung in die Welt gekommen ist. Neben naturwissenschaftlichen Betrachtungen rückt immer mehr der Begriff der Agape, der im griechischen Sprachgebrauch höchsten Form der Liebe, in den Mittelpunkt. Gewissen und Gerechtigkeit spielen eine zunehmende Rolle. Ihre Herkunft wird hinterfragt. Die Wirkung dieser Begriffe in den unterschiedlichen Religionen werden dargelegt und logische Schlussfolgerungen gezogen. Die Frage nach der Vereinbarkeit und Leid und Liebe sowie Betrachtungen zum Thema Wahrheit schließen den ersten Teil ab.

    Die Erkenntnisse des ersten Teils bilden die Grundlagen für die Ausführungen des zweiten. Hier geht es vor allen Dingen um die Frage, warum wir in der Welt sind. Warum hat ein liebender und gerechter Gott Menschen geschaffen und was ist der Sinn unseres Daseins? Genau darum drehen sich die folgenden fünf Kapitel. Hier arbeitet der Autor mit vielen Bibelzitaten, die logisch analysiert und aufbereitet. Er versteht es, seine Darlegungen verständlich zu machen, sei es das Bild der Dreifaltigkeit Gottes oder das Opfer Jesu und seiner Auferstehung. Das Besondere ist, dass der Autor nicht bei den Bibelzitaten stehenbleibt, sondern sie hinterfragt und das Für und Wider abwägt.

    Dabei sieht er den Kern des Christentums in der Gnade und nicht in der Angst vor Strafe. Der freie Wille ward uns gegeben, damit wir entscheiden können, wie wir in Zukunft leben wollen. Es ist an uns, die angeborene Gnade anzunehmen. Die Themen Agape und Gerechtigkeit ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch.

    Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Selbst die eingeflochtenen wissenschaftlichen Betrachtungen sind verständlich. Die Argumentationsketten sind konsequent logisch aufgebaut. Der Autor versteht es, seinen Leser dabei mitzunehmen. Gekonnt werden Widersprüche aufgezeigt und aufgelöst.

    Umfangreiche Anmerkungen ergänzen die Ausführungen.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die etwas andere Vorgehensweise des Autors, seine Arbeit mit Analyse und Synthese, machen die Schlussfolgerungen nachvollziehbar, lassen mich als Leser mitdenken und Konsequenzen für das persönliche Leben ziehen.

  6. 5 von 5

    :

    Ein Plädoyer für die göttliche Liebe

    Thomas Christian Kotulla hat mit diesem Buch seine spannende Suche nach dem Sinn des Lebens nachvollziehbar gemacht. Er fragt nicht nur, ob wir Menschen nur Materie, also eine Ansammlung von Atomen, sind, sondern auch, woher wir kommen. Seine eigenen Fragen entstanden, als er schwer erkrankte und sein Leben wie ein „zusammenstürzendes Kartenhaus“ empfand. Er entdeckte schon in sehr jungen Jahren, dass er selbst vergänglich ist. „Es ging für mich nicht mehr nur um Erkenntnis an sich, sondern um meine eigene Existenz und um den eigentliche Wert des Menschseins“, schreibt er in seinem Einstieg.

    Bei seiner Suche hält sich der promovierte Autor an wissenschaftliche Maßstäbe. Im ersten Teil resümiert er darüber, ob Dinge, die wir nicht sehen oder anfassen können (wie beispielsweise die Seele oder auch Gott) tatsächlich existieren können. Er hinterfragt die Evolutionstheorie und klärt auf wenigen Seiten grundlegende Unterschiede zwischen verschiedenen Religionen, um dann beim Christentum hängen zu bleiben. Besonders hat mir seine plausible Argumentation gefallen, dass er unsere Welt als eine vorübergehende Notwendigkeit auf dem Weg zum Paradies sieht.

    Nachdem Kotulla „die ewigen Suche nach der Wahrheit“ thematisiert, wird das Buch mit zahlreichen Bibelzitaten praxisnäher. Nach und nach erfahren wir Leser, dass wir auf der Welt sind, um zu lernen und zu begreifen, dass wir selbst fürs Paradies verantwortlich sind.

    „Wenn wir einander lieben, lebt Gott in uns“ war für mich einer der Schlüsselsätze dieses Buches, das beim Lesen einige Konzentration erfordert. Dass der Autor nicht nur eigenen Überlegungen einfließen ließ, zeigen die umfangreichen Anmerkungen am Ende des Buches.

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Zusätzliche Informationen

BN204096
ISBN978-3-03848-096-9
AutorThomas Christian Kotulla
ErscheinungsjahrHerbst 2016
UmschlagPaperback mit Klappen
BindungPaperback
Umfang256 Seiten
Format20,5 x 13,0 cm