Pablo Giacopelli – Matchball

4.25 von 5 basierend auf 4 Kundenbewertungen
(4 Kundenbewertungen)

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Lektionen fürs Leben. Überraschende Erkenntnisse eines WTC-Coaches

Produktbeschreibung

Er wurde zum Siegen erzogen, und er erzog andere zum Siegen. Pablo war ein brillanter Tennisspieler und wurde ein noch besserer Coach im WTA-Circus. Doch der befreiende Matchball seines Lebens kam jenseits des Center-Courts. Ein sagenhaftes Buch über Leistung und Leidenschaft, inneren Frieden und Versöhnung mit der eigenen Geschichte.

4 Kundenbewertungen für Pablo Giacopelli – Matchball

  1. 3 von 5

    :

    Holding on loosely

    Pablo Giacopelli als erfolgreicher Tenniscoach weiß was es heißt, unter Leistungsdruck zu versuchen, andere Menschen zufriedenzustellen und sich so deren Anerkennung zu sichern. Schon als Tennisspieler wollte er immer um jeden Preis und egal in welcher Situation er sich gerade befand, alles unter Kontrolle behalten. Das Problem dabei ist nur, dass er nie das Gefühl hatte, die anderen wirklich komplett zufriedengestellt zu haben. Daher ging dieser Teufelskreislauf immer weiter. Doch was passiert, wenn er es wagt, diesen Kontrollzwang loszulassen?

    Wir haben es hier mit einem Autor zu tun, der sehr sympathisch und ehrlich von seinen intimen Erfahrungen erzählt. Dies macht er, weil er möchte, dass andere Menschen anhand seines Beispiels erkennen, was auch bei ihnen eventuell falsch läuft, und welche Schritte sie unternehmen müssen, um das wieder geradezurücken. Das, wovon Pablo Giacopelli hier berichtet, wird mit Sicherheit vielen Lesern bekannt vorkommen, wenn nicht sogar allen. Bei dem einen ist es mehr, und bei dem anderen weniger ausgeprägt. Es lohnt sich auf jeden Fall, Pablo auf seiner Entdeckungsreise zu begleiten, denn er macht wirklich verblüffende Erkenntnisse. Zusammen mit einer fiktiven Spielerin namens Stacey, die er betreut, macht er die Erfahrung, dass es zwischen kontrollieren und aufgeben auch noch einen Mittelweg gibt: das lockere Festhalten, oder holding loosely, wie es im Original heißt. Dabei geht es vor allem darum, im Augenblick präsent zu sein, und seine Gedanken weder unter inneren Vorwürfen in die Vergangenheit schweifen zu lassen, noch sich in angstvollen Phantasien über die Zukunft zu ergehen. Die anderen Menschen um uns herum werden es merken, wenn wir genau das tun. Denn Menschen, die völlig präsent sind, haben eine unglaubliche, sehr anziehende Ausstrahlung.

    Inhaltlich ist dieses Buch also auf jeden Fall lesenswert. Allerdings muss ich ihm auf der sprachlichen und erzählerischen Ebene ein paar Abzüge geben. Zunächst einmal war ich sehr fasziniert von Pablos Erzählung, doch hatte ich nach einiger Zeit, gerade in den Gesprächen mit Stacey, den Eindruck, er wiederholt sich. Auch jetzt noch glaube ich, dass er mehrmals genau dasselbe gesagt hat, es nur in andere Worte verpackt hat. Im Buch wurde dies aber dann als neue Erkenntnis angesehen, obwohl es in Wirklichkeit nichts Neues war. Das fand ich irritierend und auch ein wenig schade. Dazu kam, dass die zeitlichen Bezüge nicht stimmten. Da bezieht er sich beispielsweise auf Ereignisse vom Vortag, als würden diese schon eine ganze Weile zurückliegen. Allgemein hatte ich so meine Probleme mit den Dialogen. Die sind zwar schön, aber nicht immer unbedingt authentisch. Ich glaube nicht, dass Menschen jemals so miteinander reden. Auch das hat mich als Leser irritiert.

    Insgesamt bin ich also hin- und hergerissen. Wer mit ähnlichen Problem zu kämpfen hat wie Pablo, für den kann sich das Buch auf jeden Fall lohnen. Auch wer bereit ist, darüber hinwegzusehen, dass es kleine Momente der Irritation beim Lesen gibt, sollte sich nicht abschrecken lassen. Für mich war das Buch unterm Strich ganz nett – aber keines, das ich unbedingt gelesen haben muss.

  2. 5 von 5

    :

    „Es schaffen“ – das wurde für Pablo Giacopelli zu einem Götzen. Und wenn wir mal ehrlich sind: Wem geht es nicht so? Ich gehöre auf jeden Fall auch zu denen, die immer dachten, sie müssten vieles aus eigener Kraft schaffen.

    Der Tenniscoach berichtet, wie er in diesem Hamsterrad „es zu schaffen“, erfolgreich zu sein und alles im Griff zu haben, feststeckte. Immer, wenn etwas nicht klappte, nicht reibungslos funktionierte, hinterfragte er seinen Glauben und Gott. Hatte er nicht genug gegeben? Hätte er mehr beten müssen? Er geriet immer stärker an seine Grenzen. Seine Überzeugung, alles perfekt zu machen und alles zu geben, wirkt sich auch auf seine Tennisspielerinnen aus.

    In eine solche Situation hinein spricht auf einmal Gott zu Pablo. Gott zeigt ihm, dass er „den Griff lockern“, im Augenblick leben soll, dass er in Religiosität verstrickt ist. Während Pablo durch die Welt jettet begegnet er immer wieder Gott. Sein Leben verändert sich, was sich auf sein ganzes Umfeld auswirkt: Familie, Freunde, Tennis.

    Natürlich hat die Sportart Tennis eine wesentliche Rolle in diesem Buch, sie dient u.a. dazu, einige Beispiele zu veranschaulichen. Zum Anderen ist Pablo Tennistrainer, berichtet aus seinem Leben und das hat nun mal sehr viel mit Tennis zu tun. Ich fand es spannend und interessant über sein Leben zu lesen und welche Veränderungen Gott in ihm bewirkte. Obwohl ich von Tennis überhaupt keine Ahnung habe, konnte ich alles gut nachvollziehen.

    Ein bisschen erinnerte mich „Matchball“ an die Sachbücher „Warum ich Religion hasse und Jesus liebe“ und „Voll Jesus null Druck“ – wobei mich „Matchball“ viel stärker berührt und verändert hat. Meine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle, die dem Hamsterrad entfliehen und Gottes Gnade entdecken möchten.

  3. 4 von 5

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    Ein ungewöhnliches Buch über die Erkenntnis, dass zum Leben mehr gehört als Kontrolle über alles und jeden.

    Pablo Giacopelli wurde zum Siegen erzogen. Als Tennistrainer ist Tennisspielen das, was er als erstes vor Augen hat. Dabei fiel ihm auf, dass es keinen Sinn macht, wenn sich ein Spieler zu sehr am Schläger und dem erhofften Sieg fest klammert. Stattdessen hat er erkannt, dass ein lockerer Griff mehr Möglichkeiten bietet.

    Doch in diesem Buch geht es nicht nur ums Tennisspiel. Das dient lediglich der näheren Erklärung, was der Autor unter „locker festhalten“ versteht: Nicht alles zu kontrollieren, sondern Vertrauen zu haben. Der Argentinier Pablo Giacopelli erzählt in diesem Buch, wie er im Glauben und im Leben lernte, loszulassen und sich ganz auf den Moment zu konzentrieren. Er erkannte, dass es in manchen Augenblicken sinnvoll ist, den Kopf auszuschalten und den Emotionen zu vertrauen, weil dadurch Energien freiwerden können.

    „Denk nicht so viel darüber nach, was passiert; genieße jeden Moment und vertraue darauf, dass das, was du tust, gut genug sein wird. Und dann lass die Dinge laufen, wie sie wollen.“ (Seite 188)

    Der Mann, der in der ganzen Welt unterwegs war, gibt in diesem Buch viele Tränen zu: Tränen der Dankbarkeit, des Abschieds und der Erkenntnis. So gelang es ihm nicht nur, andere ohne Druck zu Höchstleistungen zu bringen, sondern auch, seine Beziehung zu seinem Vater aufzuarbeiten: „Niemand kann etwas geben, was er nicht hat, und das gilt auch für unsere Eltern.“ (Seite 199)

    Dieses mehrschichtige Buch bringt es uns Leser dazu, eigene Schwachstellen näher anzuschauen und darüber nachzudenken, wie wir sie überwinden können …

  4. 5 von 5

    :

    Ein sehr offenes und mutiges Buch

    Pablo Giacopelli arbeitete jahrelang als WTA-Tenniscoach (Women’s Tennis Association) und verhalf seinen Schützlingen, ihr Spiel zu verbessern, erfolgreicher zu werden. Er reiste um die ganze Welt, doch die längste und emotionalste Reise war die zu seinem Herzen und zu innerem Frieden.

    Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist puristisch, sehr passend und durch die Farbwahl wirkt es männlich – für mich wirklich sehr gelungen.

    Pablo scheint seit früher Kindheit darauf gedrillt worden zu sein, nur wer erfolgreich ist, kriegt Anerkennung, und zwar die seines Vaters. Es ist klar, wer z.B. Richtung Hochleistungssport geht, muss hart trainieren und diese vielen, vielen Stunden werden nicht immer voller Freude erfüllt sein. Aber wenn ein Kind spürt, dass es nur dann wertvoll ist, wenn es erfolgreich ist, kann das nicht richtig sein. Als Pablo dann selbst Coach ist, muss er selbstverständlich seine Schützlinge zu sehr guten Leistungen bringen, schliesslich wollen diese ja siegen. Und schon scheint er in der gleichen Spirale zu sein, wie früher sein Vater und er, nur dieses Mal Pablo und sein Schützling.

    Es muss ein ungeheurer und andauernder Druck auf Pablo, dem Perfektionisten, lasten. Seinem Nervenkostüm ist das nicht immer zuträglich – er wird auch mal laut, wenn ihm etwas nicht passt oder etwas zu lange dauert. Doch Pablo will nicht so sein. Der Autor erzählt von der „Zone“, wo alles „im flow“ ist; das ist offenbar das Ding, das jeder erreichen sollte, egal ob Sportler oder nicht. Pablo vernimmt Gottes Stimme und er fängt an, sein Verhalten zu ändern. Ein sehr emotionaler Weg beginnt. Die Gespräche, die Pablo mit Gott hat, sind sehr interessant zu lesen, aber ich persönlich habe bisher keine solchen Erfahrungen gemacht.

    Beim Lesen des Buches habe ich mir gedacht, wie anstrengend doch so eine Herumreiserei von einem Tenniscourt zum anderen ist. Das wäre gar nicht meins. Auch zum Teil monatelang von seiner Familie getrennt zu sein, kann ich mir nicht vorstellen. Doch es ist klar, wer auf diesem Niveau Tennis spielen will, muss eben auch reisen.

    Für mich das Wichtigste in diesem Buch sind zwei Dinge:
    – 1. Präsent sein: im Moment bleiben, nicht zu viel über zukünftige Probleme oder vergangene/verpasste Chancen nachdenken, einfach den Moment leben. Das ist sicher etwas, was ich lernen bzw. mir immer wieder bewusstmachen muss. Ich mache mir oft zu viele Gedanken und Sorgen, was alles auf mich zukommen könnte.
    – 2. Vertrauen: darauf vertrauen, dass Gott die Dinge schon richtig machen wird.

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen und das Buch war auch rasch ausgelesen, wird aber auf jeden Fall noch weiter in mir wirken. Es ist sehr offenes Buch; Pablo scheut sich nicht, an vielen Stellen zu erwähnen, dass er geweint hat. Ich erachte es auch als ein mutiges Buch, denn im Hochleistungssport, wo eben alles auf Leistung und Erfolg ausgerichtet ist, sich so zu zeigen, ist für mich mutig. Ich habe ein paar Youtube-Videos mit Pablo Giacopelli gesehen – ein sympathischer Mann. Ich werde es auch mit dem „locker festhalten“ versuchen.

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Zusätzliche Informationen

BN204097
ISBN978-3-03848-097-6
AutorPablo Giacopelli
ErscheinungsjahrHerbst 2016
UmschlagPaperback
BindungPaperback
Umfang240 Seiten
Format20,5 x 13,0 cm