Lydia Schwarz – Die Kreuzträgerin

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Bewertet mit 4.80 von 5, basierend auf 10 Kundenbewertungen
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Roman

Artikelnummer: 204051 Kategorie:

Beschreibung

Lydia Schwarz – Die Kreuzträgerin

Christenverfolgung in einer fernen Zukunftsdystopie. „Die Kreuzträgerin“ von Lydia Schwarz handelt von Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Frieden auf Erden: der ewige Menschheitstraum. Im Europa des 22. Jahrhunderts ist er wahr geworden. Dank dem lückenlosen Vorsorgesystem gibt es im einheitlich geführten Europa keine Krankheiten und keine Arbeitslosigkeit mehr. Die Länder arbeiten Hand in Hand, alle Gründe für Kriege wurden eliminiert. Es gibt keinen Menschen, für dessen Dasein nicht gesorgt wäre, dessen Identität nicht erfasst wäre und dessen Schritte nicht gezählt sind.

Mitten in diesem „System Europa“ lebt die Studentin Anna. Eine wie alle? Vielleicht. Aber was niemand weiß: „Die Kreuzträgerin“ versteckt zu Hause ein Geheimnis, das ihr Verfolgung und sogar den Tod einbringen könnte. Denn es ist eine Zeit der Christenverfolgung. Lydia Schwarz weiß zu fesseln mit einem verstörenden Szenario in der Zukunft, dass leider schon heute in einigen Facetten durchschimmert.

10 Bewertungen für Lydia Schwarz – Die Kreuzträgerin

  1. Bewertet mit 4 von 5

    coala

    Ein faszinierendes und zugleich erschreckendes Zukunftsszenario wird in “Die Kreuzträgerin” gezeichnet. Eigentlich ist alles großartig in dieser Zukunft, in der es keine Arbeitslosigkeit und keine Krankheiten mehr gibt. Alles ist nach einem großen Krieg streng reguliert und und das Vorsorgesystem ist lückenlos. Allerdings muss man dafür registriert sein, was natürlich nicht jeder Mensch ist…

    Das Buch bietet ein wirklich düsteres Zukunftsszenario, welches einem doch sehr nahe geht, da es nicht wie so oft in Amerika sondern Europa angesiedelt ist. Leider wirklich alles sehr erschreckend real, auch wenn die im Buch dargestellte Form doch arg verschärft ist. Aber man erkennt Parallelen. Die verfolgten sind in diesem Buch Christen, was dann auch die christliche Dystopie erklärt. Es werden wunderbar christliche Werte vermittelt, ohne allerdings allzu Offensichtlich daher zu kommen. Im Fokus steht auf jeden Fall die spannende Geschichte und eine sehr gut dargestellte Welt. Die Gesichte kommt allerdings nicht allzu fantastisch daher, sondern bewahrt sich trotz des dystopischen Charakters eine gewisse Realität, die alles glaubhaft macht.

    Manches wurde leider etwas schnell abgehandelt, manche Wendung hätte mehr Zeit gebraucht. Im Großen und Ganzen ist das Buch jedoch eine sehr unterhaltsame Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Eine Perle abseits des Mainstreams, bei der der christliche Aspekt zwar gut rüber kommt, aber trotzdem nicht zu sehr, so dass das Buch jeden unabhängig vom Glauben unterhalten sollte.

  2. Bewertet mit 5 von 5

    dorli

    Eine Stadt irgendwo in Europa im 22. Jahrhundert. Eine Gesellschaft, die keine Krankheiten, keine Kriege, keine Arbeitslosigkeit kennt. Ein System, das auf vier starken Säulen steht: Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Frieden.

    Hier lebt die 20-jährige Anna Tanner, Studentin am Humanium im vierten Jahr. Sie hat die apollinische (wissenschaftliche) Laufbahn eingeschlagen und sich damit für ein Leben in Form und Ordnung entschieden. Im Gegensatz zur dionysischen (gefühlsbetonten) Laufbahn, die ein Leben voller Religiosität und rauschender Feste zu Ehren der Naturgottheiten verspricht, zählen für die Apolliner nur Fleiß und Arbeitswille. Eine dritte Gruppe in der Studentenschaft bilden die sogenannten Peacemen – unruhestiftende Studenten, die den Ernst des Lebens nicht verstanden haben, jedoch im Namen der Toleranz geduldet werden.

    Lydia Schwarz beginnt diese christliche Dystopie mit einer unheimlichen Begegnung: Anna wird in einer dunklen Gasse von einem Bettler aufgehalten und bekommt einen Zettel mit einer Botschaft in die Hand gedrückt – die Nachricht beinhaltet neben einem Kreuzzeichen die Aufforderung, nach der Wahrheit zu suchen. Annas Neugierde ist geweckt, besonders das kunstvoll gezeichnete Kreuz fasziniert sie.

    Im Folgenden lernt man Anna und ihre Welt kennen und begegnet wichtigen Weggefährten: dem quirligen Felix Livingstone, Annas Studienkollege und bester Freund. Adonis Magellan, außergewöhnlich gut aussehender Dozent (Humanitus Perfectus) für Geschichte. Norbert, ein pfiffiger Peaceman. Außerdem wird man in Annas großes Geheimnis eingeweiht. Sie versteckt ihre kranke, labile Mutter in ihrer Wohnung. Niemand darf von Priscilla Tanners Existenz wissen, das musste Anna ihrem verstorbenen Bruder fest versprechen.

    Der fesselnde Erzählstil von Lydia Schwarz hat mich sofort in das Geschehen hineingezogen, schnell bin ich mittendrin in dieser auf den ersten Blick so perfekten Welt. Doch das scheinbar gut funktionierende System erweist sich bei genauerem Hinsehen als Fassade – das muss auch Anna im Verlauf der Handlung feststellen.

    Annas Zweifel an der Rechtschaffenheit der Regierung beginnen, als sie einer Gruppe im Untergrund lebender Christen begegnet – eine illegale, verfolgte Gemeinschaft, die trotz aller offensichtlichen Entbehrungen weder ihren Glauben noch ihre Hoffnung verloren hat. Anna ist beeindruckt von diesen Menschen. Die Begegnung bringt sie völlig aus dem Tritt und löst eine wahre Flut an Emotionen in ihr aus. Die Geschichten der Bibel üben eine gewaltige Anziehungskraft auf Anna aus, die Worte berühren sie. Sie erfährt ungeahnte Wärme und Herzlichkeit, Geborgenheit und Zuversicht.
    Anna will mehr über die Christen erfahren und macht sich auf die Suche nach der Bedeutung des Kreuzes. Immer mehr Fragen sprudeln aus ihr heraus. Sie beginnt, das System-Europa zu hinterfragen und erkennt bei ihren Recherchen, dass ihre Welt ein Gebilde aus Lug und Trug und das friedliche, gewaltfreie Zusammenleben nur eine Illusion ist. Dass sie sich mit ihren Nachforschungen in Lebensgefahr begibt, bemerkt sie zu spät…

    Es gelingt Lydia Schwarz hervorragend, die Spannung durchgehend auf einem hohen Niveau zu halten, indem sie die wahre Gesinnung von Annas Mitstreitern Felix und Adonis immer wieder infrage stellt. Wer meint es ehrlich? Wer ist gefährlich? Lydia Schwarz versteht es sehr geschickt, auch den Leser in dieses Verwirrspiel miteinzubeziehen. Man weiß irgendwann nicht mehr, welcher der beiden Männer vertrauenswürdig ist und welcher nicht.

    Mir hat das Lesen dieser fesselnden, tiefgründigen Geschichte rund um den christlichen Glauben großen Spaß gemacht. Absolute Leseempfehlung.

  3. Bewertet mit 5 von 5

    Martin Großöhme

    Lydia Schwarz ist einen großartige, geniale Geschichtenerzählerin. Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite und hält einem bis zum Schluß in Atem. Es unterhält gut und bringt einen auch zum Nachdenken. Es ruft in Erinnerung, das Christen in vielen Länder dieser Erde, leider bereits schon so verfolgt werden, wie in diesem Buch beschrieben.
    Es sind allerdings ein paar kleine Formfehler in der Geschichte.
    Anna beschreibt manchmal Dinge mit Vergleichen aus unserem Jahrhundert, wie z.B.: “ …Er sah aus, wie ein Zombie! ..“
    Wie kann ein Mädchen aus dem 22. Jahrhundert, was keine oder wenig Ahnung von der Vergangenheit hat, bitte schön wissen was ein Zombie ist?
    Nichts desto trotz, ist es ein tolles lesenswertes Buch!

  4. Bewertet mit 5 von 5

    Amanda Moeri

    Das beste Buch, dass ich je gelesen habe!
    Habe es gestern fertig gelesen.. Gibt es eine Folge? Dieses Buch wurde perfekt eingedacht und geschrieben.

  5. Bewertet mit 5 von 5

    LEXI

    Ein atemberaubender Pageturner!

    „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien.“

    Ein Kreuzzeichen und elf Worte in schwungvoller Handschrift auf einem kleinen weißen Stück Papier, überreicht durch einen schmutzigen, verwahrlost aussehenden Mann ohne Beine. Eine Begegnung, die das Leben einer zwanzigjährigen Apollinerin im Europa einer fernen Zukunft, im Jahre 331 Anno Illumini, Stück für Stück bis in ihren Grundfesten erschüttert. Die Welt der Anna Tanner ist ein „Freies Europa“, wo Frieden, Gleichheit, Toleranz und Freiheit als erreichtes Ideal gelten. Die vollständig reglementierte Gesellschaft basiert auf einem dualistischen System, bei dem junge Menschen ab sechzehn Jahren entweder die apollinische, oder die dionysische Laufbahn anstreben. Studentische Aussteiger, die Peacemen genannt werden, demonstrieren für ihre Grundsätze der Toleranz und des Friedens, werden jedoch kaum ernst genommen. Psychische Krankheiten, aber auch Geiseln der Menschheit wie Aids und Krebs, gelten als ausgerottet, es gibt auch keine alten Menschen mehr. Alles scheint reglementiert, perfekt, und lückenlos überwacht zu sein.

    In diesem Umfeld lebt Anna Tanner in einer kleinen Wohnung in der Rabengasse, wobei kein Mensch erfahren darf, dass auch ihre schwermütige Mutter, Priscilla Tanner, bei ihr wohnt. Dieses Geheimnis könnte Anna nicht nur ihre apollinische Laufbahn, sondern sogar ihr Leben kosten. Bereits ihr Vater Reinhold und ihr Bruder Michael verschwanden auf seltsame Art und Weise. Annas Tagesablauf ist von Angst und stetem Leistungsdruck geprägt, und das schüchterne Mädchen hat nur einen einzigen „echten“ Freund: Felix Livingstone. Der dunkelhäutige junge Mann mit den pechschwarzen krausen Haaren und dem offenen Lächeln bringt Fröhlichkeit und Abwechslung in Annas Leben. Als Anna und Felix ihren Dozenten für Geschichte kennen lernen, stockt dem jungen Mädchen der Atem: der Humanitus Perfectus trägt einen Namen, der sein Äußeres bereits zu definieren scheint: Adonis Magellan – ein charismatischer, braungebrannter Schönling aus einflussreichem und wohlhabendem Elternhaus. Anna verliebt sich Hals über Kopf in ihren Dozenten und möchte mit einer ganz besonderen Studienarbeit seine Aufmerksamkeit erringen. Sie plant, dem Geheimnis des Kreuzes und der Schrift auf dem Stück Papier des Bettlers auf den Grund gehen – und begibt sich dabei ohne es zu ahnen in akute Lebensgefahr…

    Spätestens ab diesem Augenblick verlor ich mich vollständig in dieses Geheimnis, vermeinte oftmals, mit angehaltenem Atem neben Anna einher zu hasten, war in diesem einsamen, kalten und fremdbestimmten Leben an ihrer Seite, und durfte nach und nach immer tiefer in die Hintergründe eintauchen. Ich staunte über die Dinge, die sich mir im Verlauf der Geschichte offenbarten und konnte das Buch schlichtweg nicht mehr aus der Hand legen.

    Ich empfand den Roman „Die Kreuzträgerin“ als anrührende, traurige, aber dennoch auch hoffnungsvolle Geschichte mit schillernden und sehr authentisch gezeichneten handelnden Personen. Das Buch hat meine Gedanken nicht mehr los gelassen, was im Endeffekt dazu führte, dass ich in einem halsbrecherischen Tempo durch den Plot raste. Der ansprechende Schreibstil und die gewählte Ausdrucksweise haben mir bei diesem Buch außerordentlich gut gefallen, und durch die Person des Peaceman und schrägen Vogels „Norbert Parzival Bonifaz Fritzius der Vierte“ kam auch eine Prise Humor ins Spiel.

    Die vehemente Verfolgung der Christen und das strikte Verbot der „Jesus-Religion“ waren Kernthemen dieses Buches. Die brutale Verfolgung der überlebenden Christen im Untergrund, die einen harten Kampf gegen Kälte, Hunger und Verfolgung führen und trotz der Umstände christliche Gemeinschaften gründen, wird mit dem schrecklichen Vernichtungsfeldzug gegen die Juden in der Zeit des Weltkrieges verglichen. Da nimmt es nicht Wunder, dass nach dem fulminanten Ende ein bitterer Beigeschmack und ein klein wenig Angst zurückbleiben – die Angst davor, dass die Geschichte von Lydia Schwarz einen kleinen Funken Wahrheit beinhalten könnte und dieses Szenario ähnlich tatsächlich irgendwann in ferner Zukunft schreckliche Realität werden könnte.

    Ein faszinierendes, hoch spannendes, und rasantes Buch mit eindrucksvollen Protagonisten und sehr einnehmendem Schreibstil, das mit einem hohen Unterhaltungswert aufwartet und eine sehr ernste Thematik beinhaltet.

    Einzige Kritikpunkte meinerseits waren die sehr kleine Schriftgröße, die engen Zeilenabstände und die Seitenzahlen, die sich an den Buchrändern links und rechts neben dem Text befanden… damit konnte ich mich bis zur letzten Seite nicht recht anfreunden.

  6. Bewertet mit 5 von 5

    Ulrike Werner

    Zum Inhalt:
    Die Studentin Anna lebt im Europa des 22. Jahrhunderts. Es gibt keine Arbeitslosigkeit mehr und auch alle Krankheiten scheinen ausgerottet zu sein. Allerdings trügt dieser wunderschöne Schein, denn dieses Europa wie Anna es kennt, ist zum totalitären Überwachungsstaat geworden. Jede Identität ist im System erfasst und jeder Schritt wird überwacht. Und mittendrin Anna. Doch was niemand wissen darf, sie versteckt zuhause ihre kranke Mutter, die nicht vom System erfasst ist und das kann sie alles, was sie sich bisher in ihrem Leben erarbeitet hat, kosten.

    Meine Meinung:
    Die Kreuzträgerin ist einmal ein etwas anderer christlicher Roman, wie ich sie normalerweise lese. Als Dystopie kommt dieses Jugendbuch mit einem gänzlich anderen Plot daher, wie ich es bisher aus Büchern christlicher Verlage kannte.
    Doch das soll natürlich nicht heißen, dass „Die Kreuzträgerin“ deshalb schlechter ist. Ganz im Gegenteil. Auch wenn ich mich zeitweise mit der Handlung etwas schwer getan habe und der Lesefluss ein wenig zu wünschen übrig ließ, war die Handlung doch extrem spannend. Nicht nur das im Nachhinein betrachtet fand ich die Handlung doch sehr faszinierend aber auch extrem erschreckend. Dieser Roman hat mich während der Lektüre und auch danach noch sehr zum Nachdenken gebracht. Man fragt sich wirklich, was wäre wenn, dies mit uns Christen in der heutigen Zeit wirklich passieren würde.
    Insgesamt ist „Die Kreuzträgerin“ ein Buch, das sich wirklich mehr als lohnt. Und da am Ende doch noch einige Fragen offen bleiben, kann man als Leser durchaus auf eine Fortsetzung hoffen.

  7. Bewertet mit 5 von 5

    Iris Muhl

    In dieser Autorin verbirgt sich ein grosses Talent. Ich sage, sie ist eine wichtige Entdeckung für den christlichen Buchmarkt und ihr erstes Buch „Die Kreuzträgerin“ erst der Anfang von einer erfolgreichen Karriere. Das Buch hat mich vom ersten Augenblick an gefesselt – nicht nur fasziniert oder berührt. Nein, gefesselt. Es ist atmosphärisch derart stark, dass man es gar nicht mehr weglegen kann. Als sogenannten Zukunftsroman steht es leicht schräg in der christlichen Buchlandschaft. Aber es ist eben weit mehr als das. Und da hatte der Verlag eine gute Nase. Die restriktive Christenverfolgung, die sie in ihrem Buch beschreibt, ist leider nicht nur eine Erfindung der Autorin. Es gibt sie schon seit fast zweitausend Jahren und ist wieder aktueller denn je. Wir müssen nur die Zeitung lesen. Deshalb ist diese fiktive Zukunft von der begabten Autorin Lydia Schwarz näher, als wir zu vermuten wagen. Eine unbedingte Leseempfehlung!

  8. Bewertet mit 5 von 5

    NIcole

    Meine Meinung zum Buch: Die Kreuzträgerin

    Inhalt in meinen Worten und wie ich die Geschichte wahr genommen habe:

    Anna, muss in diesem Buch mehr weckstecken als ich es glaube schaffen würde.
    Sie musste früh mit dem Verlust ihres Vaters zurecht kommen, dann auch noch ihren Bruder verlieren und letztlich ihre eigene Mutter pflegen. Denn ihre Mutter lebt in einer Welt, in der Anna nicht zu Hause ist, außerdem darf die Mutter nicht auffallen, denn sie ist nicht gemeldet.
    In einem Staat der totale Überwachung ist, wo es Regeln und Pflichten gibt, wer sich nicht daran hält, ist ein Schandfleck. Schandflecke müssen beseitigt werden!

    Wie fand ich die Story?
    Bewegend – tiefgehend – Ermutigend – voller Staunender Momente – Spannung bis in die Haarspitzen – Gottes Wort auf eine so natürliche und schöne Art und Weise – Formend – Stabil!

    Was fand ich gut an der Geschichte?

    Diese Geschichte kann jederzeit wirklich geschehen, sie ist nicht nur aus der Luft gegriffen Denn Christenverfolgung gibt es leider wirklich! Nicht in Europa, zumindest noch nicht, aber auf anderen Plätzen der Welt.

    Was ich auch gut finde an dem Buch, die Autorin spielt mit Gefühlen ihrer Leser! Sie hat mich echt immer wieder aufs neue überrascht und erstaunt.
    Nebenbei bringt sie die Christliche Botschaft auf schöne Art und Weise in das Buch hinein, ohne übertrieben zu wirken, aber es ist ganz klar ein christliches Buch!

    Was hat mir weniger am Buch gefallen?

    Das es kaum bis keine Absätze gab und das die Schrift doch sehr klein gehalten wurde.
    Auch fand ich es an manchen Stellen etwas zäh und die Autorin holte zu sehr aus.
    Aber vor allem das die Autorin so vieles offen gelassen hat. Das fand ich weniger schön. Andrerseits hoffe ich dadurch noch auf einen Folgeband, wo ich erfahren darf wie es weiter geht. Am liebsten würde ich lesen, wie Anna das ganze kranke System aushebelt und die Christen wieder an die Macht kommen. Und wo alles gerecht und fair zu geht.

    Spannung:
    Wie schon erwähnt, in diesem Buch ist die Spannung sehr hoch gehalten. Nicht gekünstelt sondern auf eine sehr schöne Art.

    Charaktere:
    Die Autorin hat es geschafft jeglichem Charakter in ihrem Buch lebendig zu gestalten. Was ich richtig toll gefunden habe.

    Gefühle:
    Gefühle sind in diesem Buch reichlich vorhanden. Sei es die Spannung wie dieses Abenteuer endet oder aber auch einfach weil Anna so vieles erleben muss, das von dem einen tief in das andere tief führt. Einfach sehr Gefühlsbetont und gleichzeitig fast an der Ohnmacht. Auch Gott erhält in diesem Buch ein lebendiges und wertvolles auftreten. So das ich als Leserin direkt am liebsten mit Gott sprechen möchte.

    Fazit:
    Dieses Buch ist intensiv, stark und herausfordernd. Es öffnet die Augen, wie es eben auch anders laufen könnte, und das man dankbar sein kann in Deutschland noch offen den Glauben leben zu dürfen. Auch bringt das Buch die Kernaussagen des christlichen Glaubens sehr gut auf den Punkt. Für das, dass das Buch von einer Debütautorin geschrieben wurde bin ich einfach nur begeistert!

    Sterne:
    5 volleSterne bekommt dieses wertvolle Buch von mir!

  9. Bewertet mit 5 von 5

    Simone Janoschke

    Was wenn Christein plötzlich verboten ist?

    Europa im 22. Jahrhundert: Anna Tanner lebt in einer Welt in der es weder Krieg, Krankheit noch Hunger gibt. Durch ein lückenloses Vorsorgesystem muss kein Mensch hungern, Arbeitslosigkeit gibt es nicht, alle sind registriert und werden bei jedem Schritt überwacht. Doch das ist Alltag. Auch das tägliche lernen um bis zur siebten Selbstverwirklichungsstufe zu gelangen und dann selbst Humanitus Perfectus werden zu können – um die nächsten Schüler auszubilden. Die Tage gleiten ereignislos vor sich hin, bis Anna einem Mann ohne Beine begegnet, der ihr einen Zettel zusteckt mit einem Kreuz und der Botschaft „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien“. Anna ist erschreckt und fasziniert zugleich – was hat es mit der Botschaft auf sich und wie kann es sein, dass es doch behinderte Menschen in dieser Gesellschaft gibt? Bisher war sie keinem begegnet. Sie macht sich auf die Suche nach dieser Wahrheit und entdeckt Christen im Untergrund. Christen? Was sind das für Menschen? Noch nie hatte sie von ihnen gehört. Warum müssen sie sich verstecken? Als sie entdeckt, dass ihre Familie tiefer mit drin steckt als erwartet, ist die Regierung bereits auf sie aufmerksam geworden und Anna muss sich entscheiden. Lebt sie ihr Leben weiter wie bisher oder will sie sich dem System widersetzen?

    Eine christliche Dystopie? Die sind sehr selten, daher war ich ganz besonders auf diese Geschichte gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Lydia Schwarz entwirft ein Zukunftsszenario, das garnicht so weit weg erscheint angesichts der Entwicklung in der Welt. Länder in denen Christ sein verboten ist, gibt es bereits. In China treffen sich Christen nur noch im Untergrund um nicht entdeckt zu werden. Trotzdem wachsen diese Gemeinden, obwohl sie wissen, dass sie jederzeit in Lebensgefahr stecken. Dieses Wissen macht den Roman noch realistischer und man bekommt an manchen Stellen beim Lesen eine richtige Gänsehaut. Dass die Handlung in Europa spielt, holt den Leser nochmal mehr auf den Boden der Tatsachen. Denn eigentlich leben die meisten Europäer bisher in Frieden. Auch die totale Überwachung im Roman ist doch sehr real. Immer mehr werden die Schritte im Internet aufgezeichnet und können so einiges privates verraten.

    Von der ersten bis zur letzten Seite ist man gefesselt von dieser so krassen Welt. Bis zum Schluss weiß man nicht, wo die Autorin den Leser hinführt. Das Ende an sich ist zwar abgeschlossen, dennoch ist es auch offen genug für eine Fortsetzung, das fand ich sehr spannend. Anfangs muss man sich erstmal einlesen in dieses Lebenssystem. Da gibt es Begriffe, die dem Leser fremd sind. So führt Anna immer ihre Goggles mit, eine Brille mit der man telefoniert, Sprachaufzeichnungen machen kann und Zugriff auf ein weltweites Netzwerk hat. Die Türen werden mit dem Daumenabdruck geöffnet und jeder Schüler hat einen geistigen Führer, dem er jeden Tag Rechenschaft ablegen muss. Jenseits dieser scheinbar perfekten Welt gibt es die Christen, die sich verstecken müssen. Ihre klare Botschaft von Jesus Christus sind der Lichtblick in der Geschichte. Hier wird nichts verharmlost oder weichgespült, ganz klar wird die Botschaft der Bibel vermittelt und hebt diese Dystopie von den vielen anderen ab. Und man wird sich klar, wie kostbar es ist, eine eigene Bibel zu besitzen und nicht nur von auswendig gelernten Bibelversen zu zeren.

    Schon das Cover macht Lust, diesen Roman zu verschlingen. Das besondere Schriftbild und die Seitenzählung am seitlichen Rand und nicht unten runden dieses besondere Buch ab.

    Der Verlag hat das Buch als Jugendbuch deklariert, aber es ist viel mehr als eine Zukunktsvision. Ich mit meinen 33 Jahren war, auch jenseits des Jugendalters, sehr gefesselt und kann es auch Erwachsenen vorbehaltlos empfehlen. Ein Buch was herausragt, herausfordert aber dennoch Hoffnung macht!

  10. Bewertet mit 4 von 5

    Karl Albietz

    Ein unheimlich spannendes Buch – mit Betonung auf „unheimlich“! Manchmal musste ich eine Pause einlegen, weil ich die Spannung kaum mehr ertragen konnte. Eine brutale Geschichte im Spannungsfeld von Verrat, Miss-trauen und Glaubwürdigkeit.
    Eigentlich bin ich keine Freund von Zukunftsromanen. Aber der Gedanke, wie unsere europäische Gesellschaft in 200 Jahren aussehen könnte, ist eine Überlegung wert. Natürlich bleibt in diesem Buch alles im Spekulativen. So zum Beispiel, dass es dann keine Krankheiten mehr gibt, die Armut ausgerottet, der Reichtum gleichmässig verteilt sei. Aber der Preis ist hoch. Die individuelle Freiheit ist massiv eingeschränkt, alle möglichen Kontrollme-chanismen machen das Leben manchmal fast unerträglich. Schockierend ist dabei, dass die Christen aus dem öffentlichen Leben verschwunden sind. Niemand weiss noch, was das Kreuz bedeutet, Jesus ist eine unbekann-te Grösse. Bibeln findet man keine mehr, nicht einmal in der riesigen Bibliothek.
    Ein besonderes Lehrstück, wie man mit christlichen Analphabeten umgehen soll, sind die Begegnungen von Anna, der Hauptperson des Buches, mit einer kleinen Gruppe von Christen, die sich im Untergrund versteckt hält und dort fast verhungert. Anna, ohne jede Ahnung von Bibel, Jesus und christlichen Werten, versucht durch ihre Fragen hinter das Geheimnis der Christen zu kommen. Ganz allmählich tastet sie sich in diese für sie fremde Welt vor. Aber erst, als ihr der bisher unbekannte Jesus selber begegnet, findet sie zu einer persönli-chen Beziehung zu Gott.
    Auf Kontakte zu den Christen steht die Todesstrafe. Anna wird zur Staatsfeindin Nummer 1. In einem Schaupro-zess wird sie zum Tod verurteilt. Sie wäre hingerichtet worden, wenn nicht ein heimlicher Verbündeter ihr die Flucht ermöglicht hätte.
    Nicht befriedigend klingt für mich die Begründung, warum die Christen in Europa fast vollständig ausgeschaltet werden konnten. Warum ziehen die in den Untergrund verdrängten Christen nicht einfach in einen anderen Teil der Welt, wo nach Aussagen dieses Buches noch Religionsfreiheit herrscht? Parallelen drängen sich auf, z.B. zur Verfolgung der Juden im dritten Reich (Kranke, Alte und Behinderte verschwinden auf geheimnisvolle Art und werden in einer perfekten Welt, in der es keine Kranken mehr geben darf, entsorgt). Oder man wird an die Diskriminierung der Christen zu DDR-Zeiten oder in totalitären Regimes (Nordkorea) erinnert. Sollte diese Hor-rorvision vom Europa der Zukunft ein prophetisches Wort sein, so müssen sich die Christen warm anziehen.

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Zusätzliche Informationen

BN204051
ISBN978-3-03848-051-8
AutorLydia Schwarz
BuchreiheDie Kreuzträgerin
Buchreihen Nr.1
ErscheinungsjahrFrühjahr 2015
UmschlagPaperback
Umfang356 Seiten
Format20,5 x 13,0 cm