Lidia Czyz: Es blieb mir nur die Hoffnung

4.5 von 5 basierend auf 2 Kundenbewertungen
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Produktbeschreibung

Es gibt Geschichten, die man nicht begreift: Eine Mutter entführt ihr eigenes Kind und verlässt dessen geliebten Vater. Sie beginnt eine neue Beziehung zu einem Mann, der sich als brutaler Schläger entpuppt. Damit verändert sich ihr Leben und das ihrer wunderschönen Tochter Nadia für immer. Fortan pflastern Misshandlung, Abhängigkeit und ein tiefes Gefühl von Verlassenheit ihren Weg. Ihre jahrelange Odyssee führt sie von Polen über Tschechien bis nach Italien. Der Weg ist weit und hart, aber es gibt einen inneren Faden, der sie am Leben hält: Der Gedanke, dass es ihr eines Tages gelingen wird, ihren leiblichen Vater doch noch zu finden, hält sie am Leben. „Ich bin mir sicher, dass ich – wenn ich nicht so gelitten hätte – niemals so verzweifelt nach meinem Vater und seiner Liebe gesucht hätte“, meint Nadia. Das erlebte Leid hat sie auf eine Reise vorbereitet. Eine Reise, die sie nicht nur zurück zu ihrem Vater führt. Sondern am Ende auch zu dem Gott, der ihr im „Vaterunser“ begegnet.
Lidia Czyż hat die Lebensgeschichte von Nadia aufgeschrieben. Sie ist Lehrerin, leitet Frauentreffen und ist Autorin zahlreicher Artikel und Erzählungen. 2013 debütierte sie mit dem Bestseller „Stärker als der Tod“ (Fontis – Brunnen Basel). Sie ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern.

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Leseprobe

2 Kundenbewertungen für Lidia Czyz: Es blieb mir nur die Hoffnung

  1. 4 von 5

    :

    Inhalt:

    In jungen Jahren hat Nadia eine wunderbare Kindheit in Polen, doch dann ändert sich mit einem Mal alles: Nadia wird von ihrer eigenen Mutter nach Tschechien entführt und darf ihren Vater nicht mehr wiedersehen. In Tschechien angekommen geht die Mutter eine Beziehung zu einem äußerst brutalen und gefühlskalten Mann ein, der Nadias Leben zur Hölle macht. Doch auch fern ihres Zuhauses erlebt die junge Frau nur Misshandlungen und Enttäuschungen. Der einzige Gedanke, der sie am Leben hält, ist der Wunsch ihren Vater wieder zu sehen.

    Meine Meinung:

    Zunächst muss ich sagen, dass dieses Buch auf wahren Ereignissen beruht. Dieser Gedanke hat mich beim Lesen die ganze Zeit begleitet. Die Ereignisse sind so schlimm und brutal, dass ich mir gewünscht habe, dass die junge Frau solch Gräueltaten nicht hätte erleben müssen.

    Der Schreibstil an sich hat mir soweit gut gefallen, da er flüssig ist. Die Geschichte wird aus der Sicht von Nadia erzählt. Dabei wirkt es so, als ob die Autorin sich Mühe gegeben hätte, möglichst nur die Informationen einfließen zu lassen, die Nadia damals tatsächlich gehabt hat, jedoch aus der Sicht von heute mit den Gefühlen von damals erzählt.

    Dank des angenehmen Schreibstils und der rasanten Geschehnisse fliegen die Seiten nur so dahin. Ich war so gefesselt, dass ich mich selber dabei erwischte, mehr lesen zu wollen über Nadia, in der Hoffnung, dass es bei ihr endlich wieder bergauf geht – nur um dann doch so schockiert zu sein, dass ich eine kleine Lesepause brauchte.

    Vor Nadia haben ich großen Respekt, denn bei all dem Leid verliert sie nicht den Mut und die Hoffnung und den Wunsch ihrem Vater wieder nahe zu sein. Ich denke, bei dem Leid, welches sie erfahren musste, wäre der ein oder andere sicherlich zerbrochen – aber sie gibt nicht auf.

    Die religiösen Aspekte sind in dem Buch auf jeden Fall vorhanden, spielen sich aber eher im Hintergrund ab, sodass Leser, die einfach nur eine berührende Geschichte lesen wollen, dies hier tun können.

    Der Punkt, der mich am meisten gestört hat in der Geschichte, war dass Nadia trotz des Wissens, dass sie als Folge dafür geschlagen wird, stets von ihrem Vater geredet hat. Das ist zwar ein Zeichen ihres ungebrochenen Willens, aber wirkt es auf mich auch ein wenig naiv. Gleiches gilt für die Drogen. Sie schlittert da zwar immer wieder ungewollt rein und wird zu Handlungen gezwungen, die sich nicht machen will, aber wirkt sie auch da in ihrem Vertrauen sehr naiv. Auch ihr Verhältnis zu Männern ist leicht verstörend und wirkt so, als ob sie aus ihren Fehlern nicht gelernt hätte.

    Fazit:

    Bei dem auf wahren Tatsachen beruhendem Roman „Es blieb mir nur die Hoffnung“ von Lidia Czyz handelt es sich um ein sehr berührendes und aufwühlendes Buch. Es gab Momente, wo ich eine Lesepause brauchte, weil mich die Geschichte so sehr mitgenommen hat. Daher möchte ich die Geschichte gerne weiterempfehlen und hiermit 4 von 5 Lesesternen vergeben.

  2. 5 von 5

    :

    Sie war das Einzige, was mir geblieben war – die Hoffnung!

    „Manchmal kann eine Minute alles in unserem Leben verändern. Uns zerbrechen, zerstören, uns jegliche Chance und Hoffnung rauben.“

    Ein paar wenige Minuten veränderten das Leben der fünfjährigen Nadia und beendeten eine Kindheit voller Liebe, Glück und Geborgenheit. Als das Mädchen ihrem Vater, den sie über alles liebte, brutal entrissen wurde, zerbrach nicht nur Nadias glückliche Kindheit, sondern auch ihr Herz. Die rücksichtslose Vorgehensweise von Nadias Mutter Hania bei der Trennung von ihrem Ehemann Jakub lässt das Kind in einem regelrechten Schockzustand verfallen. Hania heiratet sofort nach der Scheidung wieder und arrangiert es geschickt, dem leiblichen Vater ihres Kindes ab sofort jeglichen Kontakt zu untersagen. Nadia führt fortan ein Leben voller Angst, Schmerzen und schwerer Misshandlungen. Ihr Stiefvater Milan ist ein brutaler Schläger und die Torturen, denen das Kind fortan ausgesetzt ist, sind unbeschreiblich. Nadias einziges Ziel ist es, eines Tages ihren geliebten Papi wiederzufinden.

    Nach dem grandiosen Werk „Stärker als der Tod“ hat die Autorin sich erneut einer wahren Geschichte angenommen, sie zu Papier gebracht und auf diese Art und Weise auf das Leben einer tapferen jungen Frau aufmerksam gemacht. Ihre Geschichte stellt einen erschreckenden, realistischen Einblick in die tiefe Hölle einer Kindheit dar, die mit Worten kaum zu beschreiben ist. Lidia Czyz ist es dennoch gelungen, das Martyrium von Nadia einfühlsam und auf eindrucksvolle Weise zu Papier zu bringen. Sie beginnt ihre Erzählung mit der glücklichen Kindheit in Polen, berichtet von den prägenden Szenen während der Trennung ihrer Eltern und der Flucht ihres Vaters nach Amerika, nachdem der Bürgerkrieg in Polen ausbrach. Sie schreibt von den fürchterlichen körperlichen und seelischen Torturen, denen das Kind ausgesetzt war und von ihrer Flucht nach dem Erreichen ihrer Volljährigkeit. Doch mit dem Entkommen aus dem Haus ihres gewalttätigen Stiefvaters und ihrer skrupellosen Mutter beginnt ein weiterer schmerzhafter Abschnitt ihres Lebens. Lidiy Czyz erzählt von Nadias Versuchen, im Ausland ihr Glück zu finden und ihrem Scheitern, wobei die Spirale der Gewalt, der physischen und psychischen Folter, sich fortsetzt. Die Schilderungen von Nadias Kampf um das nackte Überleben machen dieses Buch zu einer schwer verdaulichen Lektüre – das Entsetzen und Grauen angesichts der Dinge, die Nadia angetan wurden, ließen mich an sehr vielen Stellen fassungslos zurück. Umso mehr bewundere ich diese tapfere Frau, die dem Schicksal mutig die Stirn zeigte und sich ihren Weg ins Leben zurück kämpfte. Eine Frau, deren innigster Herzenswunsch letztendlich in Erfüllung ging, als sie ihren Vater in Amerika ausfindig machte. „Papi!“ Ich sagte es in Polnisch. Er antwortete mir: „Ich bin da, Liebes!“ Auf diesen Moment hatte ich fünfundzwanzig Jahre lang gewartet. Fünfundzwanzig Jahre.

    „Es blieb mir nur die Hoffnung“ ist in seiner Eigenschaft als Biografie und angesichts der Torturen, denen Nadia ausgesetzt wurde sowie dem verzweifelten Festhalten an der lebenslangen Sehnsucht eines Kindes nach ihrem geliebten Papi, ein äußerst emotionales Buch. Lidia Czyz hat eine wahre Begebenheit zu Papier gebracht, die tief berührt und die man nicht wieder vergessen kann.

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Zusätzliche Informationen

BN204132
ISBN978-3-03848-132-4
AutorLidia Czyz
Erscheinungsjahre19.80 , Herbst 2017
UmschlagPaperback
Umfang320 Seiten
Format13 x 20,5 cm