Kurt Beutler – Die Schweiz und ihr Geheimnis

4.5 von 5 basierend auf 4 Kundenbewertungen
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Warum dieses Land anders ist

Produktbeschreibung

In „Die Schweiz und ihr Geheimnis“ geht der Schweizer Kurt Beutler der Identität seines Landes auf den Grund, beschäftigt sich mit dem Gesicht und der Seele der Schweiz. Wie stellt sich dieses Land heute dar? Wo hat es seine Wurzeln? Was ist sein Weg? Und was seine Mitte? Beutler sagt es in deutlichen Worten: „Der Einfluss des christlichen Glaubens in der Schweizer Geschichte ist riesig. Ich glaube, dass eine Rückbesinnung jetzt dran ist, weil es bei der gegenwärtigen Bedrohung nicht mehr angeht, dass wir unseren eigenen Glauben und die eigenen Wurzeln mit Füßen treten. Es geht darum, zu einer neuen Wertschätzung zu finden, um anderen Religionen und Immigranten mit Selbstbewusstsein begegnen zu können. Fest und stark in dem Wissen, was uns im Tiefsten zusammenhält.“
„Die Schweiz und ihr Geheimnis“ ist eine moderne Liebeserklärung ein Land, das so viel mehr zu bieten hat als hohe Berge, Käsefondue und zartschmelzende Schokolade.

 

Kurt Beutler kennt sich mit der Schweiz bestens aus – schließlich ist er Schweizer. Er studierte in Bern und London Theologie und arbeitete dann als Pastor in Bern. Nach mehreren Auslandsaufenthalten in Japan, Ägypten und im Libanon ist er nun interkultureller Berater bei MEOS in Zürich.

Leseprobe

4 Kundenbewertungen für Kurt Beutler – Die Schweiz und ihr Geheimnis

  1. 5 von 5

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    Die Schweiz und ihr Geheimnis

    „Nur wer weiß, woher er kommt und wovon er geprägt wurde, kann überzeugend seine Zukunft gestalten. Darum wurde dieses Buch geschrieben.“ (Dr. Marco Gmür)

    Abgesehen von einigen wenigen Informationen aus meiner Schulzeit verband ich ehrlich gesagt bislang ebenfalls nur „Klischees“ mit der Schweiz. Die unvergessliche Kreation der „Heidi“, die bei ihrem Alpöhi und dem Geißenpeter lebte, begleitete meine frühesten Kindheitsjahre und weckte in mir bereits als kleines Mädchen eine große Begeisterung für die malerische Bergwelt der Schweiz und deren Bewohner. Auch die Schweizer Schokolade oder der Begriff der „neutralen Schweiz“ waren mir nicht unbekannt. Und dennoch hatte ich mich niemals intensiver mit diesem Land beschäftigt.

    Im vorliegenden Buch von Kurt Beutler durfte ich nun tief in die Materie eintauchen und erstaunliche Dinge erfahren. Viele markante Persönlichkeiten und Organisationen der Schweiz werden dem Leser vorgestellt. Der Autor geht auf die jeweiligen Personen und Organisationen sowie deren Lebensgeschichten und Wirkungsbereiche ein. So schreibt er beispielsweise über Johanna Spyri, die mit ihrem bereits erwähnten Roman „Heidi“ eines der bekanntesten Kinderbücher der Welt schrieb, deren Originalfassung jedoch in einem ganz bestimmten Punkt erheblich von jener dem Leser zugänglich gemachten Inhalt abwich. Man liest von Henry Dunant, dem Gründer des „Roten Kreuzes“, der als Mann mit liebevollem und toleranten Wesen und einer unglaublichen Vision dargestellt wird. Dunant gilt noch heute als historischer Ausgangspunkt des humanitären Völkerrechts, und die Beschreibung, wie es zur Gründung dieser weltweiten Hilfsorganisation kam, hielt einige äußerst interessante Einzelheiten für mich bereit. Abgesehen von diesen beiden weltweit bekannten Persönlichkeiten bietet der Autor eine Fülle von Berichten über Menschen, die – jeder auf seine Art und Weise – Großartiges geleistet haben. Kurt Beutler beschäftigt sich mit dem großen Kinderfreund Heinrich Pestalozzi und seinem Konzept der ganzheitlichen Erziehung und erzählt vom größten Wissenschaftler der Schweiz namens Leonhard Euler und dessen Erfindung. Er thematisiert die Geschichte der Reformation durch Huldrych Zwingli und Johannes Calvin und erwähnt abgesehen von der Heilsarmee und dem „Blauen Kreuz“ auch Menschen, die während des zweiten Weltkrieges Rettungsaktionen von Juden durchführten.

    Auf über zweihundert Seiten führt er eine Menge weiterer Beispiele vorbildhaften Wirkens an und erlaubt seinen Lesern Einblicke in das Leben dieser Menschen, deren Handeln von tiefer christlicher Nächstenliebe motiviert war. Er schreibt über die Einwanderung des christlichen Glaubens, die Befreiungskämpfe und wehrt sich gegen Vorverurteilungen angesichts historischer Gräueltaten, die im Namen Christi stattgefunden haben. Kurt Beutler befasst sich unter anderem mit den verheerenden Auswirkungen der Kreuzzüge, dem Papsttum der Renaissancezeit, der Verbrennung von Hexen oder der Verfolgung jener Menschen, die sich näher mit der Bibel beschäftigten und der Kirche aus diesem Grund misstrauisch gegenüber standen oder sie gar zu verurteilen wagten.

    Dieses Buch enthält eine regelrechte Fülle von interessanten Informationen über die Schweiz. Der rote Faden, der sich jedoch durch den gesamten Inhalt zieht, ist auf jeden Fall der christliche Glaube und eine Vielzahl von Menschen, deren Handlung von ihrem unerschütterlichen Glauben motiviert wurde.

    Die Covergestaltung dieses interessanten und informativen Buches ist schlicht, aber meiner Meinung nach perfekt: ein großes weißes Kreuz auf rotem Hintergrund, als weitere Blickpunkte lediglich Autorenname und Buchtitel in weißen Lettern. Schlicht, äußerst aussagekräftig und ein wahrer Blickfang! Ein Buch mit wunderschöner Optik und ausgezeichnetem Inhalt!

  2. 4 von 5

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    Ein überraschendes Buch! Da macht sich einer auf die Suche nach dem Erfolgsrezept der Schweiz – und wird fündig! „Die Schweiz ist ein kleines Land. Sie belegt weniger als drei Zehntausendstel der Welt. Logischerweise ist es eigentlich nicht zu erwarten, dass ein so kleiner Staat Weltberühmtheit erlangt, noch dass er irgendeinen nennenswerten Einfluss auf die Menschheit haben könnte. Und doch ist genau das geschehen, und zwar nicht nur einmal, sondern im Übermass. Die Schweiz ist aber nicht nur berühmt, nein, sie gilt sogar als einzigartig.“ Anhand von über 25 christlichen Pionieren verweist er auf die weltweite Bedeutung unseres kleinen Landes im Blick auf die Menschenrechte (Rotes Kreuz), die Pädagogik (Pestalozzi), die politische und militärische Neutralität, die Theologie (Zwingli, Calvin, Karl Barth, Frère Roger).
    Der Verdacht liegt natürlich nahe, dass vor lauter Begeisterung der Blick für die Realitäten verloren geht. Kurt Beutler ist dieser Versuchung nicht erlegen. Er stellt „eine tiefe Verachtung für das Christentum“ in der heutigen Bevölkerung fest und kann es nicht begreifen. Denn dass es das kleine Land heute überhaupt noch gibt, schreibt er eindeutig Gottes Treue zu. Unsere Vorfahren hatten mit ihrem Eid auf dem Rütli zwar eine ausge-zeichnete Grundlage gelegt, aber die Fortsetzung der Geschichte ist alles andere als makellos. Mehr als einmal hing das Überleben der Schweiz an einem seidenen Faden. So zum Beispiel am Wiener Kongress 1815, als Euro-pa neu verteilt wurde. Unser Land hätte mit einem Federstrich von der Landkarte gelöscht und auf die Nachbar-länder verteilt werden können.
    Wie rasch doch der lebendige Gott, der unser Land über Jahrhunderte gesegnet und verschont hatte, von der „Landkarte“ verschwunden ist! In einer interessanten Analyse sucht der Autor nach der Weichenstellung für diese verhängnisvolle Entwicklung. Es begann mit der Vermischung des christlichen Glaubens mit der griechi-schen und römischen Mythologie. Vor allem die gottlosen Päpste der Renaissancezeit im 15./16. Jahrhundert hätten mit der Inquisition, den Hexen- und Ketzerprozessen und ihrer rücksichtslosen Machtpolitik eine Entwick-lung eingeleitet, die den christlichen Glauben in Verruf gebracht hätten. Der Humanismus, der den Menschen anstelle von Gott ins Zentrum stellt, sei zur Ersatzreligion geworden, die Bibel mit ihrer eindeutigen Botschaft wurde – auch von Theologen – relativiert und nicht mehr ernstgenommen.
    Hilfe in dieser für die Christen verzweifelten Lage ist für den Autor einzig die konsequente Rückkehr zu Gott und seinem Wort. Dem Verfasser geht es nicht darum „zu behaupten, Christen hätten (oder begingen) keine Fehler oder seien irgendwie besser als andere Menschen, noch zu postulieren, dass sie die Einzigen seien, die Gutes tun. Es geht aber darum, aufzuzeigen, dass dieser Glaube ein – gelinde gesagt – enorm positives Potenzial in sich trägt und dass die Schweiz gut daran täte, diese Chance auch in Zukunft zu nutzen.“

  3. 4 von 5

    :

    Kurt Beutler wagt sich in seinem neuen Buch an das „Geheimnis der Schweiz“ heran. Er arbeitet Geschichte und Gegenwart dieses besonderen Landes aus christlicher Sicht auf. Viele seine Ergebnisse sind treffend, manche Vergleiche mit der Bibel spannend bis abenteuerlich. Insgesamt bringt er das „Geheimnis“ jedoch gut auf den Punkt. Er würdigt die Schweizer Geschichte, jedoch ohne ihre Fehler zu übersehen. Das Buch verfällt an keiner Stelle in einen flachen Patriotismus.
    37 Kapitel kommen auf rund 220 Seiten – dabei kann einiges nur gestreift werden. Die vielen Biographien von Schweizer Christen, die weltweit Grosses bewirkten, sind zwar spannend zu lesen, jedoch zu kurz gehalten.
    Am besten gefiel mir der Schluss des Buches: Mit spitzer Feder deckt der Autor den „grossen Irrtum“ des seit der Aufklärung in Europa vorherrschenden Humanismus auf. Der Blick weitet sich von der Schweiz auf Europa. Gekonnt zeichnet er die grossen Linien der Geschichte des Humanismus von der Antike über die Renaissance bis in die Gegenwart.

    Fazit:
    Der etwas andere Blick auf die Schweiz – auch für Schweizer lesenswert!

  4. 5 von 5

    :

    Als jemand, der seit fast 25 Jahren gleich hinter der Schweizer Grenze wohnt und viele Jahre im Land selbst gearbeitet hat, sprang mich der Buchtitel „Geheimnis der Schweiz“ förmlich an.
    Mit Interesse las ich von bekannten Persönlichkeiten, die allesamt Schweizer waren und Hervorragendes geleistet hatten. Von Johanna Spyri („Heidi“), über Henry Dunant (Gründer des „Roten Kreuzes“), Heinrich Pestalozzi bis hin zu Leonhard Euler – sie alle waren gebürtige Schweizer. Und brachten gravierende Veränderungen oft übers eigene Land hinaus…
    Was der Autor immer wieder betont – und darin liegt wohl das Geheimnis der „Andersartigkeit“ der Schweiz verborgen – ist die Entstehungsgeschichte des Alpenlandes. Der berühmte Schwur der ersten Eidgenossen war im Namen Gottes entstanden, beinhaltete brüderliches Miteinander und ein Füreinander-Eingestehen bei Angriffen sowie auch Richter, die weder fremd noch käuflich sein sollten. Immer wieder greift Beutler diese Abmachung auf, an die sich – wie er meint – auch Gott in allen Jahrhunderten gehalten hat und deshalb heute die Schweiz in vielen Bereichen so gut dasteht.
    Ob es um Neutralität geht, wirtschaftlichen Aufschwung oder dass das Volk (im Gegensatz zu vielen autoritären Staaten) selbst die jeweiligen Gesetze erlässt und die Regierung „Dienerin der Menschen“ ist – all das ist interessant erzählt und die Zusammenhänge gut erklärt. Dabei geht es auch um die Verschiedenartigkeit von diversen Schweizer Christen oder christlicher Gruppen.
    Im letzten Teil des Buches schreibt der Autor über sein kirchliches Verständnis von Bibel und Wahrnehmung von Christen durch Andere. Dabei schildert er – gut recherchiert – historische Entwicklungen der Kirche (während der Renaissance), Missverständnisse, die weit verbreitet sind und (ich vermute, das ist sein Steckenpferd) den Einfluss des Humanismus auf den christlichen Glauben. Letzteres wäre fast ein eigenes Buch wert.
    Insgesamt ist „Die Schweiz und ihr Geheimnis“ leicht zu lesen, hat viele Lerneffekte und erklärt tatsächlich, „warum dieses Land anders ist“.

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Zusätzliche Informationen

BN204111
ISBN978-3-03848-111-9
AutorKurt Beutler
ErscheinungsjahrFrühjahr 2017
UmschlagKlappenbroschur
Umfang224 Seiten
Format13 x 20,5 cm