Albrecht Kellner – Expedition zum Ursprung

4.5 von 5 basierend auf 2 Kundenbewertungen
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Produktbeschreibung

Es sind die existenziellen Fragen des Lebens, die sich jeder einmal stellt: Woher kommen wir, wohin gehen wir – und was ist der Sinn des Lebens? Um diese großen Fragen zu beantworten, studierte Albrecht Kellner Physik. Doch die Naturwissenschaften konnten ihm keine befriedigenden Antworten liefern. Daraufhin experimentiert er mit bewusstseinserweiternden Mitteln, lernt zu meditieren und beschäftigt sich mit fernöstlichen Philosophien – ohne wirklich fündig zu werden. Es scheint so, dass er seinem Ziel kein Stück näher kommt. Fast will er aufgeben, bis er auf jemanden stößt, der ihm die Lektüre der Bibel empfiehlt. Zu seiner Überraschung findet er einen Weg, der sich radikal von allen seinen bisherigen Erfahrungen unterscheidet.

2 Kundenbewertungen für Albrecht Kellner – Expedition zum Ursprung

  1. 4 von 5

    :

    Dieses Buch ist schon früher in mehreren Auflagen erschienen. Nun hat es Fontis neu aufgelegt, „stark über-arbeitet, ergänzt und erweitert“. Wenn ein Buch nach so vielen Jahren immer noch brandaktuell ist, muss dies einen besonderen Grund haben. Und tatsächlich: Diese Autobiografie des Physikers Albrecht Kellner ist aus-sergewöhnlich – auch aussergewöhnlich anspruchsvoll.
    Der Einstieg ist happig, für Nicht-Physiker fast eine Stufe zu hoch. Man hat den Eindruck, ein Sachbuch über die Geschichte der Physik und ihrer Selbstüberschätzung zu lesen. Aber schon bei diesen Einstiegskapiteln ist man überrascht über die radikale Ehrlichkeit des Verfassers, der entschlossen ist, seine Suche nach dem Ur-sprung der Welt erst zu beenden, wenn er eine befriedigende Antwort gefunden hat.
    In der Folge verabschiedet sich Kellner auf seiner Suche enttäuscht von seinem Fachgebiet, weil sogar die Phy-sik seine Fragen nicht beantworten konnte. „Mir war unwiderruflich klar geworden, dass die Naturwissenschaft kein Urteil über die Existenz oder Nichtexistenz eines Urhebers abzugeben vermag und dies auch nicht im Ent-ferntesten ihr Ziel ist.“ Er bricht diesen Versuch ab und begibt sich auf neues, ihm bisher unbekanntes Ter-rain. In der Flower-Power-Ära Kaliforniens Ende der 60er-Jahre erlebt er eine Bewusstseinserweiterung durch psychedelische Drogen. Zunächst ist er fasziniert. War es das, was er gesucht hatte? Fast zu spät realisiert er die Negativspirale, bei der er immer mehr die Kontrolle über sich selbst verlor und auf einen Abgrund zusteuer-te.
    Ein Ausflug in fernöstliche Meditationspraktiken führt ihn in eine andere Welt. Er kommt in Kontakt mit berühm-ten Gurus und indischen Schriftstellern, die ihm helfen wollten, den tieferen Sinn unserer Existenz zu verste-hen. Es sind für ihn faszinierende Exkurse in eine ihm bisher unbekannte Welt, bis er nach intensiven Bemü-hungen realisiert, dass er auf der Suche nach dem Ursprung der Welt durch Meditationstechniken keinen Mil-limeter weitergekommen ist.
    Die entscheidende Wende kommt für ihn durch intensive Gespräche mit überzeugten Christen. Für ihn völlig unerwartet kommt er zum Glauben an Jesus und weiss sofort: Das ist es, was ich ein Leben lang suchte. „Ich hatte tatsächlich gefunden. Die Expedition zum Ursprung war zu Ende.“ Eigentlich kam der Autor ursprünglich aus einem christlichen Umfeld. Aber dass seine tiefsten Fragen ausgerechnet vom Schöpfer selbst beantwortet würden, damit hatte er „nicht im Entferntesten“ gerechnet. Noch nie zuvor habe ich eine so genaue, rational bis ins Letzte durchdachte Schilderung gelesen, wie man zu Gott finden kann. Ein typischer Wissenschaftler, der nicht aufgibt, bis er die Lösung gefunden hat. Überall suchte er, nirgends fand er Antworten auf seiner Suche nach dem Ursprung – bis der Schöpfer dieser Welt ihm persönlich begegnete.
    Mir gefällt besonders die Bescheidenheit, mit der Kellner seinen Weg schildert. Er wurde zwar zu einem be-rühmten Physiker in leitenden Positionen. Geblieben ist ihm aber ein waches Interesse, auch denen gegen-über, die Gott noch nicht gefunden hatten: Akademiker und Bettler, Verzweifelte und Suchende. Und er selber wird nicht müde, die Geheimnisse der Schöpfung zu erforschen und die persönliche Verbindung zum Schöpfer selbst zu vertiefen.

  2. 5 von 5

    :

    Den Trugschluss, dass die Naturwissenschaft die Erklärung für den Ursprung allen Seins liefern würde, hatte ich noch relativ leicht durchschauen können. (Seite 56)

    Meine Meinung

    Wer sucht nicht nach dem Sinn des Lebens, oder zumindest nach dem Sinn des eigenen? Vermutlich die meisten Menschen beschäftigen sich während ihres Lebens mehr oder weniger intensiv mit diesen Fragen, finden nicht gleich eine Antwort – und gehen zum „Tagesgeschäft“ über. Nicht so der Autor. Ihn treibt die Frage nach dem Sinn so stark um, daß er sein Studienfach danach auswählt, ob diese Frage beantwortet werden kann. Das war der Grund für sein Physikstudium – denn die Physik muß doch erklären können, was die „Welt im innersten zusammen hält“. Doch je weiter er in seinem Studium fortschreitet, um so mehr erkennt er, daß die Naturwissenschaft seine Fragen nicht beantworten kann und wird, denn die Frage nach dem Sinn gehört schlicht und ergreifend nicht zum Inhalt des Fachs. Die Physik beschreibt wissenschaftlich Vorgänge, aber sie erklärt nicht die Dinge dahinter. Warum (im Sinne des letzten Sinnes, nicht des zugrunde liegenden physikalischen Gesetzes) etwas so ist, wie es ist bzw. sich so verhält, wie es sich verhält.

    Aber genau das wollte der Autor wissen, er brach das Stipendiatsstudium in den USA ab und machte sich auf die Suche. Wie sich diese Suche gestaltete, was er dabei alles erlebte, welche Umwege er in Kauf nahm und wie er schließlich fündig wurde: das erzählt Albrecht Kellner in seinem Buch, das 2010 erstmals erschienen ist und nun in einer bearbeiteten und erweiterten Neuauflage vorliegt.

    Er beginnt seine Suche in der Physik, es bleibt demzufolge nicht aus, daß Sachverhalte aus seinem Fachgebiet eine Rolle spielen und im Buch erwähnt werden. Selten jedoch habe ich auch schwierige physikalische Vorgänge so klar und verständlich beschrieben gefunden wie hier, weshalb sogar ich technischer Laie das problemlos nachvollziehen und verstehen konnte. Er verschweigt im Folgenden aber auch nicht die Wege und Irrwege, die er bei seiner Suche einschlug. „Bewußtseinserweiternde Substanzen“ etwa, gemeinhin Drogen genannt, seine Ausflüge in die fernöstlichen Lehren, in die Esoterik oder den Kontakt zu Krishnamurti.

    Aber womit er sich auch beschäftigte, wen er auch traf, mit wem er auch sprach – seine Fragen wurden eher mehr als daß auch nur eine beantwortet wurde. Auf die Idee, er könne im Christentum eine Antwort finden, kam er nicht. Damit glaubte er, schon in seiner Jugend abgeschlossen zu haben. Durch Vermittlung seiner damaligen Freundin bekam er Kontakt zu einem Counsellor, wie es sie seinerzeit wie Sand am Meer in Amerika gab. Der war im Hauptberuf eigentlich Pastor und tat nichts weiter, als ihn auf passende Stellen der Bibel hinzuweisen.

    Hier nahm das Leben des Autors eine Wende, denn genau da, wo er nie gesucht hatte, genau da, wo er es von vorneherein ausgeschlossen hatte – genau da war er offensichtlich fündig geworden. Und so beschreibt er im zweiten Teil seines Buches den Weg, den er nun ging, und an dessen Ende die Beantwortung all seiner Fragen stand. Auch dieser Teil der Suche ist genauso gut lesbar geschrieben, wie der bisherige Weg und vermag dem Leser zu vermitteln, wie Kellner zu seinen Einsichten und Überzeugungen kam.

    Interessant in diesem Zusammenhang fand ich, daß es ihm weder darum geht, eine bestimmte Konfession zu bevorzugen oder gar zu „empfehlen“ noch darum, unbedingt entweder einen Widerspruch oder eine Übereinstimmung der Bibel mit den Erkenntnissen der Naturwissenschaft herauszuarbeiten. Obwohl inzwischen gläubig geworden, bilden Bibel und Naturwissenschaft für den Autor keinen Gegensatz (vgl. z. B. S. 164, S. 201f oder S. 207f), im Gegenteil: das Eine vermag das Andere zu bestätigen.

    Insgesamt nimmt der Autor den Leser auf seine Suche und Entdeckungsreise durch alle Wege und Irrwege mit und ermöglicht es, seine Suche und seine Schlußfolgerungen nachzuvollziehen. Selten fand ich in einem Buch die Frage nach dem Sinn des Lebens so deutlich als Thema und so nachvollziehbar beantwortet. Großartig.

    Mein Fazit

    Auch schwierige Themen verständlich darstellend, beschreibt der Autor seine Suche nach dem Sinn des Lebens bis hin zu Antwort auf diese Frage. Eines der besten Bücher zum Thema, das mir je begegnet ist.

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Zusätzliche Informationen

BN204137
ISBN978-3-03848-137-9
AutorAlbrecht Kellner
ErscheinungsjahrFrühjahr 2018
UmschlagKlappenbroschur
Umfangca. 240 Seiten
Format13 x 20,5 cm