Fontis-Blog

Unsere Autorin hautnah: Lydia Schwarz (die Kreuzträgerin)

Ein Interview mit Lydia Schwarz zu „Die Kreuzträgerin“

Von Simone Janoschke

Liebe Lydia Schwarz, soeben ist Ihr Roman “Die Kreuzträgerin” erschienen. Dystopien gibt es viele auf dem Markt, aber von christlichen Verlagen werden sie nur ganz selten verlegt. Was hat sie bewogen, diesen Roman zu schreiben? Was war ihre Inspiration dazu?
Bis vor wenigen Jahren wusste ich noch gar nicht, was Dystopien sind, für Zukunftsszenarien interessiere ich mich jedoch schon lange. Es ist diese Mischung zwischen Faszination und Furcht, die mich seit meiner Kindheit dazu bringt, zu fragen: Was kommt noch auf uns zu? Was geschieht mit uns Christen? Als eine Kollegin mir „The Hunger Games“ empfahl, (das war noch bevor die Filme den ganzen Hype auslösten), habe ich die Bücher regelrecht verschlungen. Ich war vollkommen in den Bann gezogen und liebe die Atmosphäre dieser Trilogie. Meine Gedanken, die in mir schon lange wie Schwarzpulver in einem Pulverfass schwärten, erhielten durch diese Lektüre schließlich den zündenden Funken. Ich wusste, ich möchte eine Gesellschaft in der Zukunft darstellen, mit Christen im Mittelpunkt.
Wie würden Sie damit umgehen, wenn Sie in so einer Welt leben müssten und sich als Christ vielleicht sogar verstecken müssten?
Ich weiß es – ehrlich gesagt – nicht. Oft gehe ich in meinem Kopf solche Szenarien durch und frage mich: Wäre ich mutig genug zu meinem Glauben zu stehen im Angesicht des Todes? Natürlich wünsche ich mir, dass ich im entscheidenden Augenblick tapfer genug wäre, aber ich hoffe trotzdem, dass ich es nie herausfinden muss.
Warum spielt die Geschichte ausgerechnet in Europa, das ja eigentlich als „christliches Abendland“ bezeichnet wird?
Immer wieder liest man in Berichten davon, wie Christen z.B. in Nordkorea und ganz aktuell auch im Irak und Syrien um ihres Glaubens willen verfolgt, gehetzt, zusammengetrieben, gefangen gehalten und getötet werden. Es ist Realität. Uns im Westen tangiert das jedoch eher nur peripher. Die Geschichte spielt in Europa, weil ich auch mir selbst vor Augen halten wollte: Hey, es kann auch in unserer heilen Welt geschehen! Vor allem auch, weil man auch heutzutage schon mit Widerstand rechnen muss, wenn man sich zu Jesus bekennt. Vermutlich habe ich auch in diesem Sinne meine Erlebnisse und Ängste verarbeitet. Wenn ich mir sage, es geschieht in Europa vor meiner Haustür, dann wühlt mich das eher auf und ich kann mich dann mit den Christen, die wirklich aufs Blut verfolgt werden, besser identifizieren.
Beim Lesen hatte ich sofort Kopfkino. Könnten Sie sich vorstellen, dass Ihr Buch auch verfilmt wird?
Ja, das wäre natürlich das Nonplusultra! Allerdings habe ich mir noch nicht überlegt, wen man für die Hauptrollen casten könnte!
Das Ende an sich ist zwar abgeschlossen, dennoch bietet es Raum für eine Fortsetzung. Kann der Leser eventuell mit einem zweiten Teil rechnen?
So viel darf schon verraten werden: Teil Zwei ist in Planung.
Vielen Dank für das Interview. Ich hoffe, dass Sie noch mehr solche inspirierenden Romane schreiben!
Das Interview führte führte Simone Janoschke auf Christian Dörings Blog „Bücher ändern Leben“.
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