Fontis-Blog

Unsere Autoren hautnah: Markus Müller (Teil 3)

Wo holst Du Dir Deine Ideen für die Bücher?
Im Hinhören auf andere einzigartige Menschen. Und auf das, was sie denken, sagen und schreiben.
Sind noch viele Ideen, Stories und Bücher in Dir drin, oder bist Du des Schreibens manchmal überdrüssig und müde?
Überdruss kenne ich in keiner Weise. Was man hat, das kann und soll verfügbar gemacht werden, mündlich und schriftlich; immer mit der Frage, ob es hoffnungsstiftend und weiterführend ist.
Weißt Du am Anfang eines Manuskripts eigentlich schon genau, wohin die Reise geht und wie das Buch enden wird?
Ja, sonst würde ich lieber nicht anfangen.
Was bedeutet Dir «geistliches Leben», und wie gestaltest Du es am liebsten?
Gute Frage. Manchmal weiß ich nicht so genau, was jetzt «geistlich», was «menschlich» und was «seelisch» ist. Irgendjemand hat mal gesagt: «Mach’s wie Gott: Werde Mensch!» Wenn «geistlich sein» das meint, dann bedeutet mir «geistlich sein» sehr viel: im Umgang mit Gott, dem Hören auf ihn, in der Beziehung zu mir selber und zu Menschen, zu Schwachheiten und Begrenzungen, zu Hoffnungen und Ausbremsungen.
Gibt es einen Autor, eine Autorin, die Du unbedingt noch treffen möchtest in Deinem Leben? Oder einen Musiker, einen Künstler?
Ich nehm’s, wie’s kommt. Ich erlebe so viele so interessante, ganz schlichte Menschen, dass ich eigentlich gar nicht wüsste, welchen besonderen Menschen ich jetzt noch begegnen sollte …)
Vom Schreiben kann man ja nur in den seltensten Fällen leben. Was machst Du beruflich, welches ist Dein finanzielles Standbein?
Meinen Weg nennen einige Leute einen «Patchwork-Weg». Aktuell stehe ich in der Rolle eines Heimpfarrers in einer Institution für alte, sehr alte und sterbende Menschen. Hochspannend. Alt werden heißt: zum Original werden.
Wie ist das Thema «Glaube» überhaupt in Dein Leben gekommen?
In besonderer Weise dank Menschen, die vom Glauben gepackt waren, alles dafür gaben und mich auf einen hochspannenden und unübertrefflich guten Weg mitnahmen. Es war die Zeit meiner ersten Studienjahre in Fribourg/CH.
Inwiefern haben das Schreiben Deiner Bücher und die Reaktionen der Leserschaft und der Öffentlichkeit Dein Leben verändert?
Das Schreiben selber hat mich, glaube ich, kaum verändert. Allerdings taten dies die daraus folgenden Begegnungen sehr. Macht man etwas Eigenes verfügbar, dann ist es sehr schön, wenn es angenommen wird. Diese Reaktionen, glaube ich, verändern einen schon.
Hast Du ein Lebensmotto, das dauernd in Deinem Herzen und Deinem Kopf drin ist?
Ja. Es lautet: «Sei Anwalt der Zukunft, für die es sich zu leben lohnt – vor dem Tod und nach dem Tod.»
Was ist Dir in Bezug auf Deine Bücher speziell wichtig?
Dass wir Hoffnung tanken.
Wie viel von Dir selbst ist eigentlich in Deinen Büchern drin?
Ich denke, in meinen Büchern bin ich selber auffindbar: mit meinen Hoffnungen, meinen Hoffnungsquellen, meinen Lebensrisiken, meinem Scheitern und meinem Wissen, wer ich bin und wer ich sein werde.
Gibt es etwas, das Du den Leserinnen und Lesern noch mitgeben möchtest?
Hört nie auf zu hoffen! Gott macht es gut mit Ihnen und mit dieser Welt. Seine Verheißungen sagen, was ihm vorschwebt: Mit Ihnen und mit dieser Welt. Einzigartig.
Lieber Markus, wir vom Fontis-Verlag danken Dir herzlich für dieses Interview und wünschen Dir weiterhin viel Gutes von allen Seiten, von oben her aber ganz speziell! Deine Bücher über die aktuellen Trends und die Trends der Zukunft waren und sind für uns Augenöffner, Herausforderung und Wegbegleiter geworden. Oder anders ausgedrückt: Sie sind uns Wegweiser geworden.
Verantwortlich für die Fragen: Christian Meyer, Abteilungsleiter Lektorat, und Johannes «Jonny» Grapentin, Marketing Fontis-Verlag.
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