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Regula Lehmann: „Ehe für alle“ schützt nicht vor Diskriminierung

Gibt es die „Ehe für alle“ bald auch in der Schweiz? Die Schweizer Ehe-Referentin Regula Lehmann ist dagegen: „Gleichbehandlung ist ungerecht“, sagt sie und erklärt, warum die Ehe für alle das Problem der Diskriminierung von Menschen mit anderen sexuellen Orientierungen nicht lösen wird.
Von Regula Lehmann
Im Eheleben werden nicht nur leibliche Kinder gezeugt…
es wird auch eine Leistung vererbt:
der Friedensschluss der Geschlechter.
– Eugen Rosenstock-Huessy
Was die „Ehe für Alle“ nicht leisten kann
Nachdem in Deutschland die „Ehe für Alle“ beschlossene Sache ist, steigt der Druck, auch in Österreich und der Schweiz „gleiche Rechte für alle“ zu schaffen. Ungeachtet der Tatsache, dass hier Ungleiches gleich gemacht wird, soll der Ehebegriff für jede Lebensform geöffnet werden. Eine Minderheit profitiert von ihrer Opferrolle. Wer nicht kooperiert, steht unter Diskriminierungsverdacht. Eine schweigende Mehrheit beugt sich – gegen besseres Wissen und wissenschaftliche Erkenntnisse – der Political Correctness des 21. Jahrhunderts.
Gleichbehandlung ist ungerecht
Die Verbindung von Mann und Frau jeder anderen Verbindung gleichzustellen, schafft keine Gerechtigkeit. Was von vielen Zeitgenossen als „gerecht“ empfunden und bezeichnet wird, ist im Grunde zutiefst ungerecht. „Jedem das Gleiche“ wird den individuellen Bedürfnissen nicht gerecht. Wer seine Kinder alle gleich behandelt, tut ihnen unrecht. „Nicht jedem das Gleiche, sondern jedem das, was er braucht“, lautet die weise Erkenntnis des heiligen Benedikt, Gründer des Benediktinerordens. „Was brauchen Männer und Frauen?“, „Was schützt unser Zusammenleben?“, „Was lässt Beziehungen gelingen und Kinder zu gefestigten Persönlichkeiten heranwachsen?“ sind die Fragen, die sich eine Gesellschaft stellen muss, wenn sie eine Zukunft haben will.
Das Diskriminierungs-Problem wird durch die sogenannte Gleichstellung nicht gelöst
Was viele Gutmenschen für das Ei des Kolumbus halten, ist letztlich eine Fata Morgana. Das Problem der Diskriminierung und Abwertung von Menschen mit anderen sexuellen Orientierungen wird durch die „Ehe für Alle“ nicht gelöst. Gerade innerhalb der LGBTTI-Szene (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender), wo „unter dem Regenbogen“ nun doch Freiheit und Toleranz regieren sollten, wird über massive Diskriminierung geklagt. Der Öffnung des Ehebegriffs löst das Problem der gegenseitigen Diskriminierung und Verachtung von Menschen nicht.
Die Geschichte des Sündenfalls zeigt auf, was dem Machtstreben und der Diskriminierung tatsächlich zugrunde liegt. Die liebende Einheit von Mann und Frau wird durch die Einflüsterungen der Schlange zum Geschlechterkampf. Dagegen helfen die ausgefeiltesten Gleichstellungsprogramme nichts. Das Problem liegt tiefer.
Was wir tatsächlich brauchen
Gottes Programm zur Bekämpfung von Diskriminierung und Abwertung heißt nicht Gleichmacherei oder „Gleichbehandlung der Geschlechter“, sondern „Versöhnung“. Was kein ideologisches Programm zustande bringt, hat Jesus Christus für uns erkämpft. Frieden mit Gott, Frieden mit uns selber. Neue Identität als Söhne und Töchter des himmlischen Vaters. Einen Frieden zwischen Mann und Frau, der die schöpfungsgemäße Spannung zwischen den Geschlechtern bejaht und fruchtbar macht. Heilung und Widerherstellung statt Flucht in eine triebgesteuerte und im Grunde zutiefst menschenverachtende Sexualität.
Was unsere Gesellschaft braucht, ist nicht „Ehe für Alle“, sondern „Christus für Alle“. Versöhnung und Widerherstellung, Identität und Orientierung für blinde Blindenführer. Sehnsucht nach Wahrheit und Menschen, die sich nicht dem Mainstream unterwerfen. Männer und Frauen, die ihre Ehe als Zeichen der Versöhnung verstehen und leben. Ehe ist nicht Auslauf- sondern Zukunftsmodell. Dafür stehen wir. So wahr uns Gott helfe.

 

Regula Lehmann ist Familienfrau, leitet Ehe-und Familienprojekte und engagiert sich freiberuflich als Referentin, Elterncoach, Kursleiterin und Autorin. In ihrem „Ehe-Aufsteller“ hat sie „77 Gedanken und Zitate für das Leben zu zweit“ zusammengestellt. Außerdem hat sie gemeinsam mit Pascal Gläser die Aufklärungsbücher „Rakete startklar!“ und „Wir Powergirls“ veröffentlicht.

 

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