Fontis-Blog

Raphael Müller: Final fatal

Die deutsche Nationalelf hat sich vorzeitig aus der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft gekickt. Raphael Müller reflektiert dieses fatale Finale des deutschen Fußballsommers.

 

Korea siegt, ist das zu fassen? Entsetzt sind deutsche Zuschauermassen, die nun schmählich ihrer Hoffnung beraubt auf das Ergebnis blicken und verzweifelte Blicke gen Himmel schicken. Zwei Tore und dies ganz zum Schluss, das ist schon eine harte Nuss! Verdruss! Auf sämtlichen Ebenen und ganz besonders in den Medien. Spekulationen und Analysen, hätte, sollte und wäre es nicht besser gewesen? Gejammer von allen Seiten… Wird uns das nun durch den Sommer begleiten?

Das ist wahrlich ein Hammer, dass ein Stück rundes Leder die Gemüter so erhitzt, dass es diese Macht besitzt. Als ob es nichts Wichtigeres gäbe. Wo sind sie hin, die Maßstäbe für richtig und falsch, wichtig und nichtig? Dort, wo unsere Aufmerksamkeit ist, da ist auch unsere Energie. Haben wir soviel davon, dass wir sie verschwenden dürfen? Brot und Spiele haben schon im alten Rom prächtig funktioniert, als Ablenkung. Da kann ringsumher die Welt untergehen, ein Hurrikan den nächsten jagen, die Türkei den Verlust ihrer Demokratie beklagen,…

Wen interessiert das schon? Hauptsache, die eigene Mannschaft gewinnt!

Mannomann! Es wird Zeit, dass man sich besinnt! Letztlich ist egal, wer gewinnt! Dabeisein ist alles und ein faires Spiel das Ziel! Dann kann auch der Sport was Gutes bewirken.

Über den Autor

Raphael Müller ist postmoderner Chillosoph, Autist, Epileptiker, Rollstuhlfahrer, Buchstabentänzer, Wortakrobat und Jesus-Liebhaber. Er hat mit „Asa und Gasa“ eine bisher dreiteilige „Zwergensaga“ für Kinder und Jugendliche geschrieben und bereits seine Autobiografie „Ich fliege mit zerrissenen Flügeln“ veröffentlicht.

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