Fontis-Blog

Melissa C. Feurer: Vom Abitur zur Autorin

Wie wird man eigentlich Autor? Das fragen sich viele ambitionierte Schreiber. Melissa C. Feurer hat es geschafft: Kurz nach dem Abitur hat sie ihren ersten Roman veröffentlicht. Sie verrät, wie ihr der Sprung zur Schriftstellerin gelungen ist und was ein Gewölbekeller damit zu tun hat. 
Halb drei in der Nacht in einem Gewölbekeller. Hier hat alles angefangen. Nein, das ist kein Krimi. Es ist meine Geschichte als Autorin.
Eigentlich müsste ich viel weiter zurückgehen. Schon in der Grundschule habe ich aus Papier kleine Bücher gefaltet und mit Geschichten und Bildern gefüllt. Mit elf Jahren habe ich es mir in den Kopf gesetzt, einen Roman zu schreiben, und seitdem mit dem Schreiben einfach nicht mehr aufgehört.
Aber erst einige Jahre später, bei 24/7-Prayer im Gewölbekeller unserer Jugendgruppe, um halb drei in der Nacht, bei gedimmten Licht und leiser Lobpreismusik erfolgte – nennen wir es hochtrabend – meine Berufung. Oder einfach den Moment der großen Erkenntnis, dass das Schreiben nicht nur ein Hobby ist, sondern auch eine Gabe, die ich für den Bau an Gottes Reich einsetzen kann. Es war der Moment, in dem ich beschloss, christliche Jugendbücher zu schreiben.
Regentropfentage nach dem Abitur
Also legte ich los. Ich schrieb eine Geschichte über ein Mädchen, das nach dem Tod des geliebten Freundes verstummt ist. Doch dann lernt Leona Raphael und seine Freunde aus dem Hauskreis kennen und durch sie Jesus. Letzten Endes erfährt sie Heilung.
Das fertige Manuskript schickte ich gleich an fünf oder sechs unterschiedliche Verlage, denn bisher hatte ich bei meiner Verlagssuche immer nur Absagen kassiert. Zu Hause habe ich einen ganzen Ordner voller Absagebriefe (unter anderem übrigens von einem Verlag, bei dem ich mittlerweile ein Buch veröffentlich habe; aber das ist eine andere Geschichte). Zu meinem Erstaunen rannte ich mit Leonas Geschichte offene Türen ein: Gleich drei Verlage wollten das Buch veröffentlichen. Es war wie Gottes Wink mit dem Zaunpfahl. Als wolle er mir sagen: „Na endlich, hier bist du richtig! Diesen Weg wollen wir gemeinsam gehen!“
Das Leben als Autorin
Und wir gingen ihn. „Regentropfentage“ erschien kurz nach meinem Abi und während meines ersten Semesters an der Uni folgten gleich zwei weitere Jugendromane. Und dann weitere. Ich konnte mein plötzliches Autorenglück kaum fassen. Als ich in mein Referendariat als Grundschullehrerin startete, erschien mein siebter Jugendroman „Die Fischerkinder“ und bekam den ultimativen Ehrenstempel für ein christliches Buch: den „C.S.Lewis-Preis“.
Zukunftsmusik und Buchprojekte
Mit Buch Nummer 8, den „Ausreißern“ wage ich den Sprung: Es ist mein erster Roman, der bei Fontis erscheint, und der erste, seitdem ich mich selbst nicht mehr ganz so jugendlich fühle. Immerhin liegen Schulzeit und Studium längst hinter mir, ich habe mittlerweile eine kleine Tochter und steuere mit Höchstgeschwindigkeit auf die 30 zu! In der Zwischenzeit schwirren mir doch tatsächlich auch Ideen für Vorlesebücher für die Kleinsten oder auch für den einen oder anderen Frauenroman durch den Kopf. Doch christliche Jugendbücher wie „Die Ausreißer“ sind und bleiben echte Herzensangelegenheiten für mich. Seit meinem Aha-Erlebnis im Gewölbekeller um halb drei in der Nacht. Und wenn ich es mir recht überlege: Vielleicht sollte ich mir angewöhnen, um diese Zeit zu schreiben. Erstens schläft meine kleine Tochter dann (mit etwas Glück) tief und fest. Und zweitens scheint es eine großartige Zeit für Eingebungen von ganz oben zu sein!

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