Fontis-Blog

Susanne Wittpennig im Fan‑Interview

Derzeit sind die Tage voll bei Susanne Wittpennig. Der Abschlussband zur Bestsellerreihe Maya und Domenico ist zwar geschrieben, doch erreichen sie hierzu täglich unzählige Anfragen, Briefe, Posts und PNs auf Facebook. Weil sie unmöglich alle Eure Anfragen beantworten kann, haben wir bei Fontis die häufigsten Fragen auf Susannes Facebook-Seite zusammengetragen und etwas gegliedert. Stellvertretend haben wir per Zufallsprinzip jeweils eine Person von Euch ausgewählt, und in ihrem Namen die Frage direkt an Susanne Wittpennig gerichtet. Lest selbst, was sie antwortet!

 

Fragen zur Buchreihe Maya und Domenico

Alena Stähelin: Wird es nicht vielleicht doch eine Fortsetzung geben?
Geplant ist im Moment keine. Aus der jetzigen Sicht würde ich sagen, dass die Story abgeschlossen ist. Aber ich habe in meinem Leben gelernt, dass man niemals „nie“ sagen soll. Was in fünf, zehn, fünfzehn Jahren sein wird, weiß ich ja nicht. Aber aus der heutigen Sicht würde ich sagen: nein.

Rebecca Sivalingham und andere: Wäre dieselbe Geschichte aus Sicht von Domenico denkbar?
Dieser Gedanke hat mich schon von Anfang an bewegt. Deswegen habe ich ja das letzte Kapitel aus Domenicos Sicht beschrieben. Alle neun Bücher würde ich definitiv NICHT aus Domenicos Sicht schreiben wollen. Außerdem ginge dabei ja auch das Mysteriöse verloren. Ich habe mal angefangen, Band 1 aus Domenicos Sicht zu schreiben, doch eine konkrete Fertigstellung und Veröffentlichung sind nicht geplant.

Valerie Geiger und viel andere: Die 4 Jahre Zeitsprung im Buch sind so lang. Werden wir noch erfahren, was da alles passiert ist?
Ich finde es eigentlich viel schöner, den Lesern damit etwas gedanklichen Freiraum zu geben. Eine Geschichte ist doch umso schöner, wenn man sich die Dinge auch selbst etwas ausmalen kann.

Jessica Albrecht: Hast Du dieses Buch nach einer selbst gemachten Erfahrung geschrieben oder hast Du diese grandiose Story frei erfunden?
Einiges basiert auf Erfahrungen, doch die Story ist frei erfunden. Mir wurde immer nachgesagt, dass ich eine blühende Phantasie habe. Aber ich gehe mit offenen Augen durchs Leben und beginne schon fast automatisch aus vielem, was mir begegnet, eine Geschichte zu machen.

Lena Moerikofer: War das Ende schon immer so geplant oder hat sich das erst entwickelt?
Das Ende war lange Zeit offen, das heißt, ich wusste selbst nicht, ob Maya und Domenico zusammenkommen oder nicht. Es gab beide Optionen.

Livia Heinzelmann: Wie bist Du auf die Namen gekommen? Haben sie eine besondere Bedeutung?
Den Namen Domenico schnappte ich auf, als ich ungefähr elf, zwölf Jahre alt war, und er hat mir gleich so gut gefallen, dass ich wusste, dass der Junge aus meiner Geschichte so heißen musste. Den Namen Maya klaute ich von einem Mädchen, das ich damals während meiner Schulzeit sehr bewunderte. Sie hatte charakterlich nichts mit der Maya im Buch gemeinsam, aber sie hatte auch langes, braunes Haar.

Anja Debora Hö: Hast Du mal überlegt, Mayas Mutter tatsächlich sterben zu lassen?
Ja, zuerst wollte ich Mayas Mutter gleich durch einen tragischen Unfall sterben lassen. Das erschien mir aber dann nach Mingos Tod doch zu hart, außerdem brauchte ich sie einfach noch in der Geschichte.

 

Wie Arbeitet Susanne Wittpennig eigentlich?

Ina Beul: Wie viel von Dir selber steckt in den Charakteren?
Sowohl in Maya wie auch in Domenico steckt etwas von mir. Ebenso in Hendrik. Auch andere Figuren haben einen Teil von mir abbekommen, doch es gibt keine Figur, die mich eins zu eins darstellt, noch nicht einmal Maya, wenngleich sie einiges mit mir gemeinsam hat. Doch ich hätte vieles auch anders gemacht als sie.

Rhonda Müller: Welche Szenen fallen dir am schwersten zu schreiben? Gibt es Szenen, die Dir bis heute nicht 100 Prozent gefallen?
Es gibt eine Menge Szenen, die mir nicht 100 Prozent gefallen. Am wenigstens gern schreibe ich die Szenen, die einfach sein müssen, um auf einen Höhepunkt zuzulaufen, aber in sich selbst nicht besonders spannend oder emotional sind.

Judith Zink: Wie läuft das ab wenn Du ein Buch schreibst, einfach drauf los oder hast Du einen Plan?
Ich hab schon einen ungefähren Plan, was vom Inhalt passieren soll, aber wie die Geschichte genau zusammengesetzt sein wird, das entsteht erst beim Schreiben. Je mehr ich schreibe, umso mehr Details beginne ich zu sehen. Nur bei Band 7 war es anders, da wusste ich einfach, dass sie nach Sizilien reisen, aber nicht, was genau alles passieren würde. Da habe ich wirklich einfach mal geschrieben und bin dann während des Schreibens von einem Ereignis in das nächste gestolpert!

 

Was denkt Susanne Wittpennig persönlich über…?

OL GA: Welcher war für dich der emotionalste Band und warum?
Band 3 und Band 6, würde ich sagen. Band 3, weil er von Mingos Tod handelt und Band 6 wahrscheinlich, weil da eine tiefere emotionale Verbindung zwischen Maya und Domenico entsteht und weil er von der Krankheitsgeschichte von Mayas Mutter handelt.

Lena Vogel: Hast Du einen Lieblingsband und wenn ja, warum?
Das ist schwer zu sagen. Jeder Band hat irgendwie seine eigene Geschichte für mich.

Carina Lapuh: Hast Du geahnt, dass die Reihe so erfolgreich wird?
Ich habe es irgendwie gespürt, aber ich habe nicht im Traum geahnt, dass ich neun Bücher schreiben würde.

Hanna Burg: Welchen Charakter würdest Du gern als Freund/in haben?
Hendrik, würde ich sagen. Mit ihm könnte ich stundenlang über Gott und die Welt reden.

Nathii M-Smile: Hast Du um Mingo auch so getrauert wie wir?
Ich habe sogar überlegt, ihn nicht sterben zu lassen, doch es musste einfach sein. Die Geschichte schrieb sich manchmal fast schon selbst. So, wie das Leben auch einfach geschieht und man nicht immer alles verhindern kann. Natürlich hätte ich als Autorin ja die Macht gehabt, dies zu ändern, aber glaubt mir, dann hätte die Story einfach nicht mehr funktioniert!

 

Wie geht es weiter bei Susanne Wittpennig?

Jenny Schweikert: Ist es Dir schwer gefallen, dieses Buch zu beenden?
Eigentlich nicht. Aber auch nur, weil ich nach zehn Jahren wirklich bereit für etwas Neues bin. Nach Band 3 wäre es mir schwer gefallen, doch inzwischen habe ich wieder so viel erlebt, dass sich neue Geschichten in meinem Kopf gebildet haben.

Franzi Koch: Bist Du froh, dass die Reihe jetzt zu Ende ist und Du Dich etwas anderem zuwenden kannst?
Definitiv ja.

Berit Halscheidt: Wird es eine neue Buchreihe geben?
Mir spukt schon lange eine Geschichte im Kopf herum, die ich momentan ausarbeite, und ich prüfe, ob daraus etwas werden könnte.

Ishywarya Sutharsan: Welche Tätigkeiten sind für Dich im Alltag herausfordernd?
Administrativer Kram. Ich kann das einfach nicht. Ich schiebe das wochenlang vor mir her und kreise dann mindestens zehnmal um meinen Computer, ehe ich mich zusammenreiße, um die Dinge zu erledigen.

Paula Beatrice Dueck und viele andere: Wird es eine Verfilmung von Maya und Domenico geben?
Ich schmiede Pläne. Aber für einen Film braucht es natürlich eine Menge Helfer und Finanzen. Wenn beides vorhanden ist – gern! Ich sehe mich nach Möglichkeiten um. Aber fest geplant ist noch nichts.

 

Wer gerne noch mehr von Susanne Wittpennig Lesen möchte, kann das hier im „hautnah“-Interview mit unserem Lektoratsleiter Christian Meyer tun.

Über die Autorin

Aus Susanne Wittpennigs Feder stammt die beliebte Romanserie „Maya und Domenico„.  Nach 9 Bänden war es Zeit, sich an neue Projekte zu wagen. In ihrer neuen Trilogie „Time Travel Girl“ lässt sie ihre Figuren eintauchen in eine spannende Reise zwischen Zeit und Raum …

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