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BücherLYRIK: Die vier Arten der Liebe (C. S. Lewis)

Die vier Arten der Liebe

Im beeindruckenden Longseller «Die vier Arten der Liebe» entfaltet C. S. Lewis eine überraschende Vielfalt. Hinter dem Phänomen Liebe verbirgt sich eben nicht nur ‹Eros›, die geschlechtliche Liebe. Freundschaft und Zuneigung gehören genauso dazu wie ‹Agape› – die göttliche, bedingungslose Liebe.

Es gibt unterschiedliche Arten der Liebe, auch wenn sie sich manchmal ähnlich zeigen.
C. S. Lewis schreibt darüber, um unseren Horizont zu weiten.
Liebe ist geduldig, freundlich, und sie lässt sich nicht schnell reizen.
Doch kann sie, wenn sie selbst verehrt wird, auch zu dummen Entschlüssen verleiten.

Manchmal so groß wie ein Feuerwerk, manchmal nur ein schwacher Funke.
Liebe ist’s, die uns verbindet, und uns bei Verlust verwundet.
Liebe hat enorme Power, Dinge in Bewegung zu setzen,
doch wird sie nicht demütig eingesetzt, kann sie andere auch verletzen.

Liebe ist manchmal bedürftig, und manchmal auch ganz frei geschenkt.
Und kann sie nur ewig bestehen bleiben, wenn sie an Gottes Liebe hängt.
Was ist die Liebe nun? Gibt es eine Art, von der wir profitier’n?
CS Lewis sagt, es gibt von Liebe eben diese vier:

Die erste ist die Zuneigung – sie ist einfach da.
Sie ist nicht selbst ausgesucht, sie ist wie zwischen Kind und Mama.
Keiner hat sie selbst verdient, doch sie verbindet Menschen,
die in gleicher Gemeinschaft sind, auch wenn sie unterschiedlich denken.

Die Zuneigung schafft Räume, sich gehen zu lassen, sie hat eine Liebe zum Alten,
Jegliche Veränderung wird zur Gefahr, denn sie will am vorherigen Zustand festhalten.
Die Zuneigung erwartet nicht zu viel, sie erholt sich rasch von Streitigkeiten,
und sie lässt sich am besten durch gegenseitiges Geben und Nehmen gestalten.

Die zweite Liebe ist die Freundschaft, sie entsteht durch ein anvisiertes Ziel.
Freunde stehen Seite an Seite, weil ihre gemeinsame Überzeugung das so will.
Zusammen unterscheidet sie etwas von den anderen, sie teilen ein gleiches Motiv.
Doch die Abspaltung wird dann gefährlich, ist die Freundschaft exklusiv.

Die Freundschaft profitiert davon, wenn sie noch mehr Freunde gewinnt.
Freundschaft ist nicht eifersüchtig, weil sie im Teilen zu blühen beginnt.
Wer Freunde hat, kann sich glücklich schätzen – diesen Schatz sollte man in Dankbarkeit bewahren.
Denn Gott verwendet Freundschaft, um jedem die Schönheiten der anderen zu offenbaren.

Die dritte Liebe nennt sich Eros und beschreibt den komplizierten Zustand des Verliebt-seins,
Sie zeigt sich am stärksten, doch hält sie häufig nur für eine begrenzte Zeit.
Eros strebt nicht immer nach Glück, sondern nach Kompromisslosigkeit.
Seine Leidenschaft ist groß, sein Erleben göttlich, weshalb die Liebenden gerne in dieser Liebe verweil’n.

Jedoch kann das Gottähnliche zum Götzen werden, dann, wenn man seinen Verstand ignoriert.
Eros wird dann angebetet und mit der leidenschaftlichen Liebe thront die Habgier.
Eros hat seine eigenen Regeln, und manchmal muss man sich ihnen widersetzen,
Denn Eros hat im richtigen Umgang das Potential, Gott nachzuahmen und wertzuschätzen.

Die vierte Liebe heißt Agape, sie ist hoch verschwenderisch.
Über sie rede ich am liebsten, demütig und selbstlos beugt sie sich.
Agape ist uns unaufdringlich geschenkt, sie ist die Liebe in Person.
Wenn sie gibt, dann ohne Sicherheit, denn Gnade bleibt nicht auf dem Thron.

Gott will uns aus seiner Fülle geben, und seine Liebe beflügelt uns;
Mit ihr schaffen wir es, unseren Nächsten zu lieben, ja, es wird zu unserem Wunsch.
Wenn wir Gottes Liebe erfahren, dann können wir nur fröhlich empfangen,
froh und dankbar, geliebt zu sein – ohne um Liebesentzug zu bangen.

So gibt es unterschiedliche Arten der Liebe, und jede freut sich, wenn die Wahrheit siegt.
Jede kann vollkommen werden, wenn du erlaubst, dass Gott dich liebt.
Findest du nicht auch, sie ist sehr komplex – die Liebe?
C. S. Lewis hilft, sie zu verstehen, aus christlicher und philosophischer Perspektive.

C. S. Lewis
Die 4 Arten der Liebe
Fontis-Verlag 
176 Seiten
Bestellnr. 204209

Deutschland: https://www.fontis-shop.de/Die-vier-Arten-der-Liebe
Schweiz: https://www.fontis-shop.ch/Die-vier-Arten-der-Liebe

In der Rubrik BücherLYRIK vom Fontis-Podcast «Die literarische Hausapotheke» verpackt Rebecca Krämer Buchinhalte in Spoken Words.

«Fontis-Podcast: Die literarische Hausapotheke» hier anhören:

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