Fontis-Blog

Ach ja!

© Marlene Bauer (@soul_lettering)
© Marlene Bauer (@soul_lettering)

Wie schnell versinken wir im Alltag, gehen unter in alltäglichen Sorgen, Aufgaben, Ängsten und Ablenkungen? Ein Text von Rebecca Krämer über die Vision des Lettering-Aufstellbuchs «Ach ja!» von Marlene Bauer.

Der Tag hat seine Stunden, in denen ich sehr viele Dinge gedanklich umrunde. Manche Gespräche, die mich beschäftigen – manche hinterlassen mich vielleicht verwundet.

Und so häufts sich mehr und mehr und je später die Zeit, desto schneller die Sekunden. Der Alltag verteilt Sorgen – den Stress zu schnell getrunken.

Und was ich morgens noch sicher wusste, ist langsam in Vergessenheit geraten, weil ich jetzt schufte. Ich hab mehr und mehr zu tragen, und immer weniger Motivation und gute Laune, dabei war ich heute morgen noch am Staunen.

Jetzt ist Zeit vergangen und mein Verlangen nach tiefer Wahrheit so stark wie das Dürsten nach einer anstrengenden Reise. Ich frag mich, warum ich immer anfange, mich um Unwichtiges zu kreisen. Warum sich die Lügen immer bei mir absetzen dürfen, obwohl ich ihnen den Weg gar nicht bereite? Es passiert einfach, dass diese Stimmen lauter werden.

Dafür wird Gottes Stimme leise.

Und am Ende des Tages hab ich oft nicht erreicht, was ich soll, und die To-do Liste ist immer noch voll. Aber ich … bin leer. Und ich frage mich: Ist da nicht mehr?

Wollte ich den Schatz nicht in mir tragen und aufpassen, dass ich ihn nicht verlier? Hab ich ihn stattdessen begraben und heute nur funktioniert?

Ich lass mich erinnern. Heb meinen Blick und lass ein wenig Wahrheit durch meinen Tag schimmern. Gottes Zusagen sind da, und ich kann sie erfassen. «Ach ja!» sollen sie mich rufen lassen. Das hab ich ja ganz vergessen, denn eigentlich liebe ich Gottes Versprechen.

Sie sollen in meinen Ohren klingen, wenn mein Alltag versucht, meine Aufmerksamkeit zu klauen. Sie sollen meine Begleiter sein, und auf sie darf ich Stunde um Stunde schauen.

Ach ja – ich bin geliebt, auch wenn die Stürme toben. Und meine Anliegen werden bei Gott nicht verschoben.

Ach ja – sein Wort ist wahr! Und gut ist, was Er gibt. Gott lässt die Finsternis nicht dunkel, denn Er ist das Licht.

Ach ja – Gott schenkt mir Hoffnung, ein Anker in der Zeit, Gott hört mich und er sieht, wenn meine Seele schreit.

Ach ja – mein Gott ist treu. Seine Gnade meine Kraft, das Gute und Vollkommene hat er sich ausgedacht.

Wie konnten mir heute diese Worte entfallen? Und was kann ich tun, damit sie nicht so schnell verhallen? Ich möchte mich erinnern, gerade da, wo ich bin. Ich wünschte, dass die Worte auch in meinem Alltag präsent sind.

Und so stell ich mir für morgen eine Erinnerung auf den Tisch, damit mein gestresstes Ich Gottes Zusagen auf keinen Fall mehr vergisst.

Marlene Bauer
Ach ja! (Aufstellbuch)
Fontis-Verlag 
56 Seiten
Bestellnr. 204211

Deutschland: https://www.fontis-shop.de/Ach-ja-Aufstellbuch
Schweiz: https://www.fontis-shop.ch/Ach-ja-Aufstellbuch

In der Rubrik BücherLYRIK vom Fontis-Podcast «Die literarische Hausapotheke» verpackt Rebecca Krämer Buchinhalte in Spoken Words.

«Fontis-Podcast: Die literarische Hausapotheke» anhören auf:

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