Vishal Mangalwadi – Das Buch der Mitte

4.57 von 5 basierend auf 7 Kundenbewertungen
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Wie wir wurden, was wir sind: Die Bibel als Herzstück der westlichen Kultur

Art.-Nr.: 204004 Kategorien: , ,

Produktbeschreibung

Als Buch der Bücher wurde die Bibel aus der Mitte gedrängt. Sola scriptura – «allein die Schrift», lehrte einst Martin Luther. Aber die Reformation ist lange her, und längst haben andere Kräfte ihren Alleinstellungsanspruch in den Ring geworfen. Dieser Verlust der Mitte ist heute mit Händen zu greifen. Vishal Mangalwadi hat genau das großartig dokumentiert. Vor allem aber konzentriert er sich auf die Epochen der Gravitationskraft der Bibel, die über Jahrhunderte hinweg immer wieder Menschen inspirierte und Kultur erschuf. Ob Menschenrechte, technologischer Fortschritt, Musik, Architektur oder Demokratie-Entwicklung: Immer stand die kulturprägende Kraft der Bibel jenen Menschen zur Seite, die die Welt mit neuen Innovationen beschenkten. «Das Buch der Mitte» ist das seltene und glückliche Zusammenkommen von lebendiger Erzählung, nüchterner Beweisführung und überraschenden Einsichten, die uns den Schatz der Bibel wieder vor Augen führen und zerrissene Landkarten wieder zusammensetzen. Ein Muss für sprachfähige Christen.

Vortrag auf Chrishona vom 16.06.2015

Leseprobe

7 Kundenbewertungen für Vishal Mangalwadi – Das Buch der Mitte

  1. 5 von 5

    :

    „Die Bibel ist nicht lediglich ein Handbuch für private Frömmigkeit. Sie ist das Fundament der westlichen Welt.“

    Der indische Gelehrte, Autor und internationale Vortragsredner Vishal Mangalwadi präsentiert in diesem Buch eine umfassende Bewertung des Einflusses der Bibel auf die westliche Kultur. In einem kurzen Prolog legt er die Gründe für die Entstehung dieses Buches dar, in zwanzig Buchkapiteln umspannt er einen großen Zeitraum von der Entstehung der Niederschriften der einzelnen Bücher der Bibel bis zum heutigen Tag. Er ist der Meinung, dass die Bibel und ihre Weltsicht es waren, die gemeinsam die treibende Kraft in der Entstehung der westlichen Kultur waren. Der indische Intellektuelle beschreibt, wie der moderne Westen von Menschen geprägt wurde, deren Leben auf ihrem Glauben an das Göttliche, Wahre und Ehrenwerte beruhte. Er berichtet, wie die Bibel durch das Wirken Martin Luthers zum Herzstück der westlichen Kultur wurde. Mangalwadi erzählt in diesem Buch jedoch auch seine eigene Geschichte und schildert, wie er während seines Studiums in Indien die Bibel entdeckte und Jesus zur wichtigsten Person seines Lebens wurde. Vishal Mangalwadi veranschaulicht seinen Weg hin zur Erkenntnis, dass die Bibel die wahre Seele der westlichen Kultur und das Buch des zweitens Jahrtausends nach Christus schlechthin sei, jene Kraft, die die westliche Kultur in alle Länder der Welt zu tragen vermochte. Obgleich er über technischen Fortschritt, die Abschaffung der Sklaverei, die Kreuzzüge und Gräueltaten der großen Eroberer und des Kolonialismus berichtet, bringt er zwischendurch immer wieder Erlebnisse aus seinem eigenen Erfahrungsschatz ein. Interessiert verfolgte ich seine Ausführungen über das Mittelalter, das Ritterwesen und das Entstehen des Ritterordens der Templer, las vom Tod des Jan Hus auf dem Scheiterhaufen und dem Wirken Luthers, das eine neue Ära einläutete. Durch Mangalwadi erfuhr ich, auf welche Art und Weise das Kreuz zum Symbol des Christentums wurde und auf wie Reformatoren wie John Wyclif, William Tyndale, und Erasmus von Rotterdam durch ihre Bibelübersetzungen die Welt veränderten. Mangalwadi geht auf die verschiedenen Bibelübersetzungen ein und betont, dass es auch heute noch heftigen Widerstand gegen das Wort Gottes gibt. Die Bibel stellt auch heute noch eine Bedrohung für all jene dar, „die an einer Kultur der Unterdrückung auf der Grundlage von Lüge und Sünde festhalten“. Hierbei fand ich es höchst interessant zu erfahren, auf welche Art und Weise die Sprachen Indiens entwickelt wurden und dass ich dabei ein wenig in die Geschichte und Kultur dieses Landes eintauchen durfte. Der Autor informiert über die Bedeutung der Bibel für die Literatur, das Aufkeimen des Wissenschaftsdenkens und dessen Erblühen im 17 Jahrhundert. Auch die Rolle der Frau, Ehescheidungen, Abtreibung als „dargebotene Option“, die Erweckungsbewegung sowie der Zölibat stellen unter vielen weiteren Aspekten höchst interessante Themenbereiche dar, denen Mangalwadi sich widmet. Das Buch der Mitte ist keine Lektüre, die man sich innerhalb kurzer Zeit zu Gemüte führen kann. Die umfangreichen Ausführungen auf über fünfhundert Buchseiten verlangen dem Leser Konzentration und die Bereitschaft, sich in den Inhalt zu vertiefen ab. Ein hoch informatives und überaus interessantes Werk, dessen Lektüre sich auf jeden Fall gelohnt hat!

    „In einer fortschrittlichen Gesellschaft wie der unsrigen löst oftmals allein die Erwähnung der Bibel ein gewisses Maß an Ängsten aus. Wer ernsthaft über sie ins Gespräch kommen und über sie diskutieren möchte, kann tiefe Verachtung auslösen. Daher ist es umso wohltuender, dass hier in einer engagierten und sachkundigen Weise bewertet wird, wie enorm der Einfluss der Bibel auf die moderne Welt ist“. (Stanley Mattson, Gründer und Präsident C.S. Lewis Foundation)

  2. 4 von 5

    :

    Vishal Mangalwadi hat sich mit seinem Buch über „Das Buch der Mitte“ – die Bibel – einer großen Herausforderung gestellt. Seine These findet sich mehrfach im Buch, aber nirgends so pointiert wie fast am Ende nach über 500 Seiten Streifzug durch Kultur- und Wissenschaftsgeschichte:
    „Die Bibel ist nicht lediglich ein Handbuch für private Frömmigkeit. Sie ist das Fundament der westlichen Welt.“ (S.528)

    Diese Behauptung versucht Mangalwadi auf ganz verschiedene Art und Weise und auf den unterschiedlichsten Gebieten zu untermauern. So nimmt er den Leser mit in seine persönliche Geschichte: als Inder und damit Außenstehender betrachtet er den Westen und vergleicht dessen Historie, Werte, Eigenheiten mit seinem eigenen religiösen und kulturellen Hintergrund.

    Die 20 Kapitel des Buches sind unterteilt in 7 große Teile. Mangalwadi nimmt dabei so verschiedene Themenbereiche wie Literatur, Heldentum, Ethik, Familie, Freiheit, Wissenschaft u.a. unter die Lupe und beschreibt den prägenden Einfluss der Bibel auf jeden einzelnen von ihnen. Mit vielen Belegen und Verweisen sind Mangalwadis Argumentationen häufig gut nachvollziehbar und stichhaltig. Ob man ihnen dasselbe Gewicht beimisst oder die gleichen Schlussfolgerungen wie der Autor zieht, bleibt natürlich dem Leser überlassen – aber wer sich gerne mit einer handfesten Meinung auseinandersetzt ist hier an der richtigen Adresse.

    Für mich persönlich waren die vielfachen Vergleiche und Einsichten in die Verschiedenheit der Kulturen (die „indische“ und „westliche“) der größte Gewinn des Buches, da ein Außenstehender ohne Vorbelastung das westliche Denken betrachten kann und gleichzeitig seinen eigenen kulturellen Hintergrund einbringt. Seine Analyse der gegenwärtigen westlichen Kultur ist scharf und hat mir an etlichen Stellen die Augen geöffnet.

    Warum nur vier Sterne? Das Buch hatte mir am Anfang und in der späteren Mitte ein paar Längen, wo man sich auch kürzer hätte fassen können, aber das ist sicher Geschmacksache. Das ändert aber nichts an der Empfehlung, dieses Buch zu lesen, wenn man sich auch nur im entferntesten mit Geistesgeschichte im Allgemeinen und dem Einfluss des Christentums im Speziellen auseinandersetzen möchte.

  3. 5 von 5

    (Verifizierter Besitzer):

    Die Bibel als Herzstück der westlichen Kultur
    Vishal Mangalwadi, den man auch den Francis Schaeffer Indiens nennt, möchte dem im moralischen Zerfall befindlichen Westen deutlich machen, dass es seinen großen zivilisatorischen Fortschritt nicht der dafür gerühmten Aufklärung, sondern dem Einfluss der Bibel verdankt.
    Es ist faszinierend, wie Mangalwadi mit ganz großen Strichen die Wirkungsgeschichte des jüdisch-christlichen Denkens anhand der Entwicklung der westlichen Demokratien zeichnet, und das vor dem Hintergrund des indischen Kontrastbildes. Er zeigt Zusammenhänge auf, die kaum einem von uns bewusst sind, und vor allem: Er stellt die richtigen Fragen.
    Was ist zum Beispiel die Quelle der Mechanisierung, welche den Westen im Vergleich zu anderen Zivilisationen so überlegen machte?
    Die Antwort erstaunt: In den Klöstern, die oft ein Rückzugsgebiet für ernsthafte Gläubige waren, wollten die Mönche beten und arbeiten, dabei aber möglichst viel Zeit im Gebet verbringen. Auch erkannte man, dass jeder Mensch Würde hat, und der Mensch nicht dazu geboren ist, stets sich wiederholende Handgriffe zu verrichten, wenn es dafür andere Wege gibt. So wurden besonders in Klöstern Windmühlen eingesetzt, überhaupt stammen die ersten technischen Dokumentationen aus den Schreibstuben der Klöster. Warum tragen indische und afrikanische Frauen heute noch Wasserkrüge auf dem Kopf, wo man doch längst in der Lage wäre, Rohrleitungen zu bauen? Weil man dort keine Veranlassung sieht, Menschen niedrigen Standes und geringer Bedeutung zu entlasten.
    Es war die Bibel, welche den Westen global an die Spitze brachte, aber mit dem Verlust seiner Seele, der Verwurzelung im biblischen Welt- und Menschenbild, zerbricht auch alles andere. So stellt Mangalwadi, der in einem der größten indischen Erweckungszentren angewandte Theologie unter der Überschrift: „Der Plug und das Evangelium“ unterrichtet (doch, das gibt es!) am Ende seinen Buches die ernste Frage: „Muss die Sonne über dem Westen untergehen?“. Es ist die westliche Christenheit, die dazu beitragen soll, dass die Antwort Nein lauten kann. Einmal in die Hand genommen, kann man dieses Buch kaum mehr weglegen.
    Übrigens: Ich selbst habe Mangalwadi zwei Tage persönlich begleiten dürfen. Er ist eine absolut authentische Persönlichkeit, die gelebtes Christentum zum Ausdruck bringt.

  4. 5 von 5

    :

    „…Werte ohne Freiheit bedeutet Sklaverei. Freiheit ohne Werte ist zerstörerisch…“

    Vishal Mangalwadi ist Inder, Philosoph und Christ. Auf beeindruckende Weise analysiert er die Bedeutung der Bibel für die gesellschaftliche Entwicklung in Mitteleuropa und den USA.
    Das Buch ist in 7 Abschnitte gegliedert, dazu kommen der Prolog und ein ausführlicher Anhang.
    Im Prolog legt der Autor dar, warum es das Buch schrieb.
    Im ersten Abschnitt wendet er sich dem Musiker Cobain zu. Am Beispiel von dessen Leben zeigt er, wie sich mit der Änderung der Musik von Bach bis in die Gegenwart das Gedankengut verändert hat. Der Westen ist dabei, seine Seele zu verlieren. Er veranschaulicht die Unterschiede zwischen Buddhismus und Christentum.
    Im zweiten Abschnitt setzt er sich mit Wert und Würde des Menschen auseinander. Er untersucht die Stellung des Menschen in den verschiedenen Philosophien und Religionen. Zur Veranschaulichung der praktischen Konsequenzen auf Grund der theologischen Grundlagen verwendet er Lebensgeschichten, die er selbst erlebt und begleitet hat.
    Im dritten Teil geht es um Mitmenschlichkeit, die Ausbildung des Verstandes und die Entwicklung der Technik. Griffige Beispiele für technische Geräte, die in Klöstern entstanden, untermauern seine Aussagen. Der Begriff des Logos aus dem Johannesevangelium ist für ihn die Grundlage der Notwendigkeit, den Verstand auszubilden und zu nutzen.
    Im vierten Teil listet er die wichtigsten Bibelübersetzungen und die Folgen daraus auf, bevor sich im fünften Teil der intellektuellen Bildung zuwendet.
    Im sechsten Teil geht es um Werte, Freiheit, Reichtum und Familie.
    Im abschließenden Teil weist er auf die Probleme der gegenwärtigen Entwicklung hin.
    Schwerpunkt im Anhang ist die Untersuchung, ob die Bibel das Wort Gottes ist. Eine Reihe an Bibelzitaten unterstreichen die Ausführungen des Autors.
    Das Buch besticht durch seine logische Durchdringung der Themen. Die Einfügung von Bibelzitaten, die vielfältigen Vergleiche der unterschiedlichen Religionen, die exakt recherchierten und umfangreich dargestellten historischen Fakten und die Einbeziehung von aktuellen Beispiele lassen das trockene Thema anschaulich und lebendig werden. Gleichzeitig lerne ich fast nebenbei einiges über indische Geschichte.
    Das Buch sollte man in Ruhe lesen. Es verlangt Mitdenken und Nachvollziehen der Analyse des Autors. Nicht immer war ich mit ihm einer Meinung. So hatte ich mit seiner Glorifizierung Amerikas meine Probleme. Auch finde ich es gewagt, die Motivation der Menschen für ihr Tun im Nachhinein beurteilen zu wollen. Das schmälert aber nichts am Wert der Darlegungen.
    Der Schriftstil ist dem Thema angemessen. Er lässt sich gut lesen. Die Einrückung von Zitaten, die Verwendung von Fußnoten und das kursive Hervorheben wichtiger Stellen unterstützt den Lesefluss. Die Kapitel werden häufig in sich weiter unterteilt. Dadurch sind die einzelnen Abschnitte nicht zu lang und ich als Leser kann bei Bedarf unterbrechen.
    Es ist nicht der Sinn einer Rezension, aus dem Buch umfangreich zu zitieren. Deshalb habe ich mich auf obiges Zitat beschränkt. Ich hätte aber viel mehr zur Auswahl gehabt, die des Nachdenkens Wert sind.
    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Auf anschauliche und lebendige Art, dabei an vielen Stellen auch logisch schlüssig abgeleitet, hat der Autor gezeigt, welchen Einfluss die Bibel auf die gesellschaftliche Entwicklung hatte. Er ist aber nicht dabei stehengeblieben, sondern hat auch auf die Gefahren für die Zukunft hingewiesen, die eine Abkehr von den Werten bringt.

  5. 5 von 5

    :

    Dieses Buch ist der Hammer!
    Dieses Buch ist toll geschrieben und hat mir erstmalig viele Zusammenhänge vermittelt, die ich in vielen Jahren der Beschäftigung mit Geschichte, Theologie und Glauben noch nie so zusammenhängend gesehen oder präsentiert bekommen habe. Dem Autor gelingt eine präzise und wissenschaftliche Darstellung, die auch für Laien gut lesbar ist. Ich habe verstanden, wie die Erweckungsbewegung das Wort Gottes in England verbreitet hat und das Land positiv für Generationen verändert und geprägt hat, im Kleinen und im Großen.
    Dieses Buch bewegt mich und es ist mit mir noch nicht fertig.
    VIELEN DANK AN VISHAL MANGALVADI und den FONTIS-Verlag!

  6. 4 von 5

    :

    Dieses Buch überrascht. Ich kenne keinen Autor aus der nicht-westlichen Welt, der von der europäischen Kultur so beeindruckt ist wie Vishal Mangalwadi. Nach Teil I konnte ich die Begeisterung von Roland Werner zwar noch nicht einordnen. Das Buch ist sehr anspruchsvoll und in unserer oberflächlichen Zeit sind 555 Seiten intensive Denkarbeit fast schon eine Zumutung. Wer das Buch aber durcharbeitet, gewinnt tatsächlich neue Perspektiven.
    Mangalwadi ist ein ausgezeichneter Analytiker. Seine Untersuchung, warum der Westen seine Anziehungskraft und seinen prägenden Charakter verloren hat, ist beeindruckend. Seine Argumentationsschiene: Gott ist der Schöpfer. Die Menschen sind nach seinem Bild geschaffen, d.h. sie haben schöpferische Fähigkeiten. Für ihn als Inder ist ihm der Unterschied zur Passivität im Buddhismus und Hinduismus besonders aufgefallen: Hier das westliche Denken mit seiner aus der Bibel abgeleiteten kreativen Kultur, dort die bewusste Ablehnung eines kreativen Ansatzes im Buddhismus und Hinduismus, was die Menschen stumpf und erwartungslos macht.
    Höhepunkt des Buches ist für mich das Kapitel „England vor und nach Wesley“. Aus einer verfahrenen, hoff-nungslosen Situation mit einer säkularisierten Volkskirche und korrupten Behörden, wird durch beharrliche Ver-kündigung des Evangeliums und geeignete organisatorische Massnahmen eine beeindruckende Trendwende eingeleitet. Die Bibel gewinnt wieder die normativen Kraft für breite Schichten der Bevölkerung. Eine Erwe-ckung, die nicht nur punktuell aufflackert und bald wieder verlöscht.
    „Der Weg in die Zukunft“ ist ein vergleichsweise kurzes Kapitel. Nur mit wenigen Strichen skizziert der Verfasser einige Lösungsvorschläge. Nach 500 Seiten gründlicher Analyse erwartet man handfeste Vorschläge, wie eine Reformation heute auszusehen hätte. Sie kommen nicht. Das Buch endet in Frageform: Wird es dem Westen gelingen…? Aber wo soll man ansetzen? Westliche Theologen haben mit „klugen“ Argumenten die Glaubwür-digkeit der Bibel so radikal untergraben, dass ihr heute niemand mehr glauben will. Damit wurden der westli-chen Kirche ihre gesellschaftsverändernden Argumente aus der Hand genommen. Ihre Lösungsvorschläge wer-den nicht mehr zur Kenntnis genommen. Eigentlich brauchte es einen Mann, eine Frau im Format eines Au-gustinus, Luthers oder Wesleys, die „falsche Gedankengebäude zum Einsturz bringt und jeden Gedanken, der sich gegen Gott auflehnt, gefangen nimmt und dem Befehl von Christus unterstellt“ (2. Korinther 10,4f). Sie sind leider nicht in Sicht – noch nicht?

  7. 4 von 5

    :

    Mangalwadi zeigt in seinem Buch „Das Buch der Mitte“ auf, in welche positive Richtung die Werte und Grundhaltungen der Bibel die westliche Kultur geprägt hat. Schon allein der biblische Wert der Menschenwürde und die Natur als Gottes Schöpfung hatten eine grosse Wirkung auf die Entwicklung von Technik und Bildung.
    Für mich war es faszinieren, wie Mangalwadi mich mitgenommen hat auf eine Reise quer durch die Geschichte und Kirchengeschichte der letzten zwei Jahrtausenden, auf verschiedene Kontinente und Kulturen.
    Es war immer wieder erstaunlich zu erkennen, welcher Einfluss die Ideologien, die Traditionen und die Religion eines Landes oder einer Kultur auf Bereiche wie Medizin, Bildung oder Technik hat. Die Fähigkeit alleine genügt nicht, um Fortschritte in einer Wissenschaft zu machen, es braucht auch eine förderliche Gesinnung dahinter. Auf diesem Hintergrund habe ich neue Perspektiven und Einblicke in andere Kulturen und Länder erhalten, die sich mir bisher verschlossen hielten.
    Bevor ich mich an das Lesen dieses Buches gemacht hatte, befürchtete ich, dass es etwas komplex und in einer für mich schwer verständlichen Fachsprache geschrieben sein könnte. Doch alle meine Befürchtungen wurden in den Wind geschlagen. Das Buch ist erstaunlich einfach zu lesen und hat auf mich nie langfädig oder mühsam gewirkt. Klar gibt es Fachbegriffe, die jedoch oft auch erklärt oder näher erörtert werden. Die vielen anschaulichen Beispiele zeigen auch immer wieder den Alltags- und Lebensbezug auf, so dass das Thema nicht theoretisiert wird. Die Leichtigkeit kommt ausserdem mit prägnanten Sätzen und einem Schuss Humor zum Ausdruck.
    Fazit: Es ist ein sehr lesenswertes Buch, das für viele Aha-Erlebnisse sorgt.

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Zusätzliche Informationen

BN204004
ISBN978-3-03848-004-4
AutorVishal Mangalwadi
ErscheinungsjahrHerbst 2014
UmschlagKlappenbroschur
Umfang524 S.
Format15 x 22,5 cm

E-Book Version