Timothy Keller – Bedingungslos geliebt

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(8 Kundenrezensionen)

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Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater

Artikelnummer: 204029 Kategorie:

Beschreibung

Timothy Keller – Bedingungslos geliebt

In seinem Buch Bedingungslos geliebt beleuchtet Timothy Keller das Gleichnis vom verlorenen Sohn aufregend neu. Schon nach seinem ersten Buch The Reason for God nannte die amerikanische Zeitschrift Newsweek Timothy Keller einen «C. S. Lewis für das 21. Jahrhundert». Diesmal legt Timothy Keller das Gleichnis vom verlorenen Sohn aus – oder das Gleichnis von den zwei verlorenen Söhnen, wie es besser heißen müsste. Denn Timothy Keller zeigt, dass der ältere Sohn ebenso verloren ist wie der jüngere.
Mit frischer, ungestelzter Sprache, scharfsinniger Menschenkenntnis und Beispielen aus aktuellen Büchern und Filmen führt Timothy Keller uns vor Augen, dass Jesus im Gleichnis vom verlorenen Sohn seinen Zuhörern die gesamte biblische Botschaft in einer unnachahmlich verdichteten Form präsentierte. Das Vorwort dieser Neuauflage schrieb Hans-Peter Wolfsberger.
«In einer Flut von Bestsellern, geschrieben von Skeptikern und Atheisten, die einen nichtexistenten Gott des Verbrechens gegen die Menschlichkeit anklagen, ragt Timothy Keller als schlagkräftiger Kontrapunkt und Verteidiger des Glaubens heraus.»
The Washington Post

Hörbuch

Leseprobe

8 Bewertungen für Timothy Keller – Bedingungslos geliebt

  1. Bewertet mit 4 von 5

    Susanne Rothkranz

    Das Gleichnis von den zwei verlorenen Söhnen

    Timothy Keller beschäftigt sich in seinem Buch mit dem altbekannten Gleichnis vom verlorenen Sohn aus der Bibel. Nur schaut er viel genauer hin, als konventionelle Auslegungen dies tun: Normalerweise wird diese Geschichte dahingehend interpretiert, dass ein Mensch, der verloren war, durch Gottes Liebe und Vergebung, welche völlig kostenlos gewährt werden, wieder aufgenommen wird.
    Hier jedoch habe auch ich das Gleichnis zum ersten Mal aus einem ganz anderen Blickwinkel gesehen. Es gibt nicht nur einen, sondern zwei verlorene Söhne, auch der ältere Bruder, dem gemeinhin keine allzu große Bedeutung beigemessen wird, hat sich von seinem Vater abgewandt. Diese Erkenntnis erschließt uns ganz andere Möglichkeiten, das Ganze zu betrachten. Diese Möglichkeiten schöpft der Autor in seinem Buch sehr schön aus. In klarer und prägnanter Sprache macht er uns darauf aufmerksam, dass es nicht nur einen Weg gibt, sich von Gott abzuwenden. Es gibt nicht nur den Weg der Selbstfindung, den der jüngere Sohn beschritten hat. Da ist auch noch der Weg der Moralisierung, des peinlichst genauen Befolgens aller Regeln. Ein Weg, auf dem man sich auf den ersten Blick nichts vorwerfen kann. Doch ist das wirklich so?

    „Um wirklich Christen zu werden, müssen wir auch die Gründe bereuen, aus denen wir je etwas richtig gemacht haben.“

    Dieses Zitat beschreibt es sehr treffend. Wichtig ist nicht, dass wir gut sind, sondern warum wir gut sind und für wen wir es sind: Für Gott oder für uns selbst. Das Phänomen der älteren Brüder dieser Welt, die sich moralisch nichts vorzuwerfen haben, ist weit verbreitet. Auch ich konnte nicht anders, als mich selbst an der einen oder anderen Stelle wiederzufinden: Diese Erwartungshaltung, wenn ich das Richtige tue, dann möchte ich bitte auch mit einem schönen Leben dafür belohnt werden, ist denke ich weit verbreitet. Sie begeht allerdings den Fehler, dass wir uns selbst zu unseren eigenen Erlösern und Richtern aufschwingen, und somit Gott keinen Platz mehr lassen. Und, noch viel schlimmer: Meistens sind wir uns nicht dessen bewusst, dass wir das, was wir vermeintlich für Gott tun, nur für uns selbst tun. Somit fällt es dem jüngeren Sohn, dem scheinbar Verloreneren einfacher, zurückzukehren, weil er sich dessen bewusst ist, dass er verloren ist.

    Ein gelungenes Buch darüber, was das Evangelium uns sagen möchte. Vielleicht gibt es noch mehr solcher Gleichnisse, bei denen man genauer hinschauen könnte.
    Von mir gibt es nur vier Sterne, weil mir das Buch zwar insgesamt wirklich gut gefallen hat und ich einiges daraus mitnehme, aber den Wow-Effekt, den ein richtig geniales und überzeugendes Buch für mich beim Lesen haben muss, habe ich ein bisschen vermisst. Trotzdem kann ich es euch nur weiterempfehlen.

  2. Bewertet mit 5 von 5

    Kirschbluetensommer

    Ich habe gerade ein Buch beendet, das mich so begeistert hat, sodass ich es euch heute unbedingt vorstellen möchte. Der Titel lautet „Bedingungslos geliebt. Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater“ von Timothy Keller. Es handelt sich dabei um ein christliches Sachbuch. Der Autor legt die bekannte Geschichte vom verlorenen Sohn aus Lukas 15 aus. Es ist eine Geschichte, die Jesus erzählt hat.
    Der Autor analysiert und interpretiert nun diese Geschichte neu. Dabei bleibt er nahe am biblischen Text. Er versucht, ihn zu erklären und verständlich zu machen. Im Gegensatz zu manchen anderen christlichen Autoren schweift er nicht in erzählerische Beispiele aus seinem eigenen (Er-)Leben ab, sondern bringt nüchtern und sachlich seine Ausführungen an.

    Inhaltlich fokussiert er sich stark auf den älteren Sohn, der beim Vater daheim blieb. Dies ist ein Ansatz, der sich nicht so häufig in der Literatur rund um diese Geschichte finden lässt. Meist steht eher der jüngere Sohn oder der Vater im Mittelpunkt, hier nun der Ältere. Keller macht hier deutlich, dass Christsein mehr ist, als nur den moralischen Verpflichtungen nachzukommen. Christsein bedeutet, Gottes Liebe und seine Gnade wirklich verstanden zu haben und aus diesem neuen Verständnis heraus, sich Stück für Stück verändern zu lassen:

    „Gottes Gnade und Gunst können wir uns nicht verdienen, was auch immer wir tun. Wir können nur glauben, dass er sie uns in Jesus Christus geschenkt hat, und sie durch den Glauben annehmen. Wenn wir aber wahrhaftig an den glauben und demjenigen vertrauen, der uns aufopferungsvoll gedient hat, dann verwandelt uns das in Menschen, die Gott und ihrem Nächsten ebenfalls aufopferungsvoll dienen. Wenn wir sagen: „Ich glaube an Jesus“, ohne dass dies Auswirkungen auf die Art und Weise hat, wie wir leben, dann ist die Antwort nicht so sehr, dass wir uns nun über unseren Glauben hinaus noch ordentlich Mühe geben müssen, als vielmehr, dass wir Jesus in Wirklichkeit noch gar nicht verstanden haben oder noch nicht an ihn glauben.“ (Aus: „Bedingungslos geliebt“, Timothy Keller, Basel: fontis – Brunnen, S. 129, 2015)

    Mich hat dieser Gedanke erneut fasziniert, dass es allein Gottes Gnade ist, die Menschen verändern kann. Der Mensch schafft es nicht, indem er sich anstrengt und abmüht, sondern allein durch die Gnade.

    Ich habe das Buch als sehr wertvoll empfunden und kann es daher jedem nur wärmstens weiter empfehlen.

  3. Bewertet mit 5 von 5

    Joachim König

    Ein wunderbares Buch

    Was kann man über das „Gleichnis vom verlorenen Sohn“ noch Neues schreiben? Hundertmal hat man die Geschichte gelesen oder gehört…

    Dieses Buch ist wie eine geführte Exkursion zu Fuß durch ein eigentlich bekanntes Naturgebiet. Man wird auf verborgene Schönheiten am Wegesrand aufmerksam gemacht. Anderes, was man eigentlich zu kennen glaubte, bekommt durch vertiefte Erläuterungen eine tiefere Bedeutung. Langsam nur kommt man voran, aber am Ende ist man ein anderer Mensch.

    Ganz egal, ob man sich eher mit dem jüngeren oder dem älteren Bruder oder mit beiden identifiziert. Am Ende ist nur wichtig, ob man dem Vater ganz neu sein Herz geöffnet hat.

    Danke, Tim Keller, für diese Reise zu mir selbst, hin zu Gott.

    (Denen, die dem Autor skeptisch gegenüber stehen, „weil er Amerikaner ist“, seien seine Podcasts sehr ans Herz gelegt. Da kommt seine Klasse, säkulare Menschen mit tiefen geistlichen Gedanken anzusprechen, noch besser zur Geltung als in seinen Büchern.)

  4. Bewertet mit 5 von 5

    Maah und Meeh

    Vielen Dank für dieses gut lesbare und tiefgründige Buch. Es ist ein Buch für Christen, für solche, die sich Christen nennen und für solche, die nichts damit zu tun haben möchten. Keller erklärt das Evangelium von Jesus Christus anhand des bekannten Gleichnisses der verlorenen Söhne im Kontext der heutigen, postmodernen Gesellschaft. Und er tut das selbstkritisch und ohne missionarischen Unterton.
    Das Buch beeindruckt mich durch seine einfache Sprache, die gut gewählten Beispiele, die Verknüpfungen zu anderen Geschichten aus der Bibel und den Bezug zu den aktuellen Fragen und Anfragen der Gesellschaft. Ich fand mich in vielen Dingen wieder, die Keller beschreibt. Es war und ist immer noch meine Sehnsucht, den dritten Weg wirklich zu begehen. Keller trifft ins Schwarze, wenn er die beiden Wege der Söhne als Sackgasse entlarvt. Wie wunderbar, dass uns Jesus Christus einen dritten Weg eröffnet hat. Ich empfand das Buch als wertvolle Inspiration. Es hat neu die Sehnsucht nach der Liebe Gottes geweckt. Nur die Sehnsucht erfüllen kann das Buch nicht. Das muss Gott selber tun.

  5. Bewertet mit 5 von 5

    Martin Grünholz

    Amerikanischer Autor? Dazu noch Bestsellerautor und von der „New York Times“ ausgezeichnet? Das kann doch eigentlich nur eine flache Erzählung sein, spannend geschrieben aber nicht tiefgehend; höchstes als Gute-Nacht-Lektüre tauglich?! … So zumindest ging es mir, als ich den Titel las und kurz überflog, wer der Autor ist, nämlich Pastor der 6.000 Besucher zählenden „Redeemer Presbyterian Church“ in Manhattan. Umso erstaunter war ich vom Inhalt.

    Timothy Keller wird als der C.S. Lewis des 21. Jahrhunderts angepriesen. So weit würde ich zwar nicht gehen, doch es ist beeindruckend, wie er es schafft fundierte und tiefgründige Theologie mit leichter Sprache zu verbinden, quasi die ideale Verknüpfung zwischen europäischer Gründlichkeit und amerikanischen Stil. Dabei hat sich Keller kein leichtes Thema vorgenommen, denn das Gleichnis vom verlorenen Sohn, oder wie er es treffender bezeichnet: „Das Gleichnis von den zwei verlorenen Söhnen und dem liebenden Vater“, aus Lukas 15, gehört wahrlich zu den Standarttexten der Bibel und ist selbst weit über die christlichen Kreise hinaus bekannt.

    Zunächst widmet sich Keller dem Umfeld des Gleichnisses und betrachtet sowohl die verschiedenen Zuhörergruppen von Jesus, als auch die unterschiedlichen Lebenswege Heute. Dabei stellt er fest, dass es zu allen Zeiten zwei unterschiedliche Wege für Menschen ihr Leben zu gestalten: entweder in der starren Gebundenheit an Traditionen, Gesetze und Richtlinien (der Weg der moralischen Anpassung) oder in der Auflösung aller Normen und dem (zumindest angenommenen) Freiheitsstreben (der Weg der Selbstverwirklichung). Für Keller befindet sich jeder Mensch auf einem der Wege, mehr oder weniger radikal.

    Beide Wege kommen im Gleichnis im Form der Söhne vor, doch wird in christlichen Kreisen vor allem der jüngere Sohn betont, dabei liegt Jesu eigentlicher Schwerpunkt auf dem Älteren. Gerade Christen müssten sich, und das zeigt Keller treffend auf, Fragen ob sie das Gleichnis wirklich verstanden haben oder sich nicht in eine romantische Traumwelt flüchten in der die Liebe und Vergebung sehr stark betont wird, aber Jesu eigentliches Anliegen nicht wahrgenommen wird. Keller macht deutlich, dass Jesus mit dem Gleichnis aus Lukas 15 „die Frommen“ vor den Kopf gestoßen hat und allen Menschen, egal ob Christen oder nicht, das Gleichnis zu schaffen und nachdenklich machen sollte.

    Keller denkt in seinem Buch ausführlich beide Lebenswege nach, sowohl die Selbstverwirklichung als auch die moralische Anpassung, und versucht eine Neudefinition von dem was Sünde ist. Hier finde ich die einzige wirkliche Schwachstelle im Buch, denn er definiert Sünde weiterhin recht umständlich und könnte Sünde noch klarer und einfacher definieren: als Beziehungsbegriff, der die innere und äußere Trennung von Gott aufzeigt woraus erst die Tatsünden entstehen. Trotz dieser Umständlichkeit schafft es Keller die Verlorenheit Beider Söhne und mit ihnen aller Menschen aufzuzeigen.

    Doch hierbei bleibt er nicht stehen sondern definiert anschließend die Hoffnung, die Jesus uns mit dem Gleichnis schenken möchte: es ist die Hoffnung auf das ferne Land, das Zuhause bei Gott, dem liebenden Vater, der uns entgegengeht und schließlich das Festmahl in der Ewigkeit. In diesem Zusammenhang kommt die größte Stärke im Buch zum Vorschein, nämlich die Definition des Heils, das sowohl erfahrbar, materiell, individuell und gemeinschaftlich ist.

    Ein Buch, das zu denken gibt, das Lust auf „mehr“ macht: mehr Bibel, mehr Gott, mehr Heil, mehr Gebet, mehr Frieden, mehr Gemeinschaft, mehr Liebe!

  6. Bewertet mit 5 von 5

    Pascal Götz

    Kellers Gedanken zum biblischen Gleichnis der – wie er es treffend nennt – zwei verlorenen Söhne und dem liebenden Vater haben etwas unglaublich Frisches an sich. Für mich war es schon fast erschreckend, wie viel ich bis jetzt in diesem Text einfach überlesen habe!

    Keller erfindet in seinem Buch nichts Neues – er führt lediglich feine Spuren zusammen und macht aus ihnen feste Wege. Nie belehrend, sondern liebevoll nimmt er einen mit auf eine Reise in die Vergangenheit und wieder zurück in die Gegenwart. Das Lesen war für mich eine Ermutigung, auch Altbekanntes mit offenen Augen anzuschauen und nicht sofort die Kenn-ich-schon-Brille aufzusetzen. Definitiv empfehlenswert!

    So hatte ich bis dahin noch niemanden gehört, der sich bei diesem Gleichnis so viele Gedanken zum älteren der beiden Söhne gemacht hat. Ich war von neuem beeindruckt, wie der Vater in diesem Gleichnis beiden Söhnen mit der gleichen Liebe begegnet. Beide Söhne lehnen sie auf ganz unterschiedliche Weise ab. Und trotzdem gibt der Vater sie nicht auf. Wie Keller diese Liebe beschreibt hat mit aufs Neue zum Staunen über Gott gebracht.

  7. Bewertet mit 5 von 5

    Andreas Meißner

    So ein Buchtitel macht neugierig: Gibt es sie – die bedingungslose Liebe?
    Der Untertitel (Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater) machte dann auch klar, dass es um die altbekannte biblische Erzählung geht, die allgemein die Geschichte „vom verlorenen Sohn“ genannt wird.

    Und dazu sollte noch ein neues Buch auf den Markt kommen und auch lesbar sein? Mit dieser Erwartung begann ich das neue Werk von Timothy Keller zu lesen.

    Und hatte – ehrlich gesagt – etwas Mühe, in seinen Schreibstil hineinzukommen. Aber das lag wohl an meinen Vorstellungen des Themas. Und wie anders der Autor da heran ging…

    Nur gut, dass ich dann am Lesen dran geblieben bin – denn die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Söhnen und wie der Vater im Gleichnis mit ihnen umgegangen ist, das wurde immer spannender (obwohl ich wohl schon gefühlt `zig Predigten zu diesem Thema gehört habe). Noch spannender wurde es, wenn der US-amerikanische Pastor dieses Gleichnis auf das Verhältnis von Gott, dem Vater zu einzelnen Menschen anwandte.

    Irgendwie gehören wir wohl alle zu einer Sorte der Menschen, die kein wirklich gutes Verhältnis zu Gott festhalten konnten: Entweder zeigt sich das in offener Abkehr von ihm und einem selbstbestimmten Lebensweg – oder wir meinen durch eigene Anstrengungen und Einhaltung von religiösen Regeln das Wohlgefallen Gottes zu erarbeiten.

    Dabei geht es Gott immer um Freiwilligkeit. Um Gnade. Um in die Tiefe gehenden Frieden und Absättigung unserer menschlichen Bedürfnisse.

    Der Autor schafft es, die wirklichen Absichten des himmlischen Vaters aufzuzeigen und Wege aufzuzeigen, wie wir – nicht nur theoretisch – weit näher an ihn herankommen können, als wir bisher geglaubt haben.
    So ging es mir jedenfalls beim Lesen. Die Themen, dass die Menschheit auf der Suche nach einem wirklichen Zuhause ist und dass das Festmahl des Vaters mit Liebe vorbereitet ist, die werde ich sicher noch einmal lesen.

    Alles in allem ein echt zu empfehlendes Buch, was meine Sichtweise über Gottes Vaterliebe noch einmal vertieft hat.

  8. Bewertet mit 5 von 5

    Sonnenblume1988

    In „Bedingungslos geliebt“ zeigt Autor Timothy Keller verschiedene Auslegungen zum Gleichnis vom verlorenen Sohn, das Jesus in der Bibel als Beispiel für Gottes Liebe erzählt. Timothy Keller kommt zu dem Ergebnis, dass das Gleichnis eigentlich „Das Gleichnis der verlorenen Söhne“ genannt werden muss. Denn der ältere Bruder, der beim Vater bleibt, ist genauso verloren wie der jüngere Bruder, der vom Vater wegläuft.

    Jesus erzählt das Gleichnis nicht nur den „sündigen“ Zolleinnehmern, sondern auch den Pharisäern, die hoffen, durch die exakte moralische Anpassung Glück und Erfüllung zu finden. Auch heute gibt es Menschen, die sehr streng gehorsam sind. Sie sind verglichen mit dem jüngeren verlorenen Sohn „gut“ und scheinen auf den ersten Blick keine Sünden zu begehen, aber durch den Stolz auf ihre moralische Genauigkeit und ihre Selbstgerechtigkeit sind sie ebenso von Gott entfremdet. Timothy Keller definiert neu, was Sünde bedeutet und was es heißt, verloren zu sein, aber auch, was es heißt, gerettet zu sein.

    Zwar ist mir die Geschichte vom verlorenen Sohn schon seit meiner Kindheit vertraut, doch in diesem Buch habe ich viele neue Sichtweisen für mich entdeckt. Es ist überraschend und interessant zu lesen, wie viele Botschaften Jesus in einem Gleichnis versteckt hat, um uns Menschen zu erreichen und wie viel in diesem Bibelabschnitt wirklich steckt. Die Auslegungen des Gleichnisses finde ich sehr nachvollziehbar. Kurze historische und kulturelle Informationen erleichtern das Verständnis. Außerdem hat es mir gut gefallen, dass Timothy Keller den Bezug zur heutigen Zeit herstellt und mehrmals darauf hinweist, dass auch in den heutigen Gemeinden „jüngere und ältere Brüder“ wie sie im Gleichnis erwähnt werden, zu Hause sind.

    Bislang ist dies mein erstes Buch von Timothy Keller, doch es hat mich überzeugt, noch weitere Bücher von ihm zu lesen.

    Das Buch ist genau richtig für die Menschen, die sich neuen geistlichen Input wünschen, gerne über die Bibel und Gottes grenzenlose Liebe nachdenken und sich davon faszinieren lassen, wie aktuell ein Bibeltext heute noch sein kann. Sehr empfehlenswert.

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Zusätzliche Informationen

BN204029
ISBN978-3-03848-029-7
AutorTimothy Keller
ÜbersetzerChristian Rendel
ErscheinungsjahrFrühjahr 2015
UmschlagPaperback
Umfang144 Seiten
Format20,5 x 13,0 cm

E-Book Version